Kommentar
Frustfalle Facebook
Am Vergleich mit erfolgreichen Bloggern auf Facebook & Co. haben Jugendliche möglicherweise mehr zu knabbern, als man denkt.
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© Springer Medizin
Verbringen depressive Teenies grundsätzlich mehr Zeit am Smartphone, oder lösen Frusterlebnisse in sozialen Netzwerken Depressionen aus? Die Frage nach Ursache und Wirkung ist in diesem Fall nicht leicht zu klären.
Psychiater aus Kanada haben hierzu eine Längsschnittstudie durchgeführt: Mit zunehmender Dauer, die die Jugendlichen auf Facebook & Co. zubrachten, stiegen die Werte auf einer Depressionsskala, und zwar auch individuell im Zeitverlauf. Parallel dazu rutschte gerade bei den intensiven Nutzern das Selbstwertgefühl in den Keller. Beides ist alarmierend. Und die von den Autoren verfochtene Hypothese vom sozialen Aufwärtsvergleich, der depressive Symptome triggert oder verstärkt, klingt plausibel.
Gut möglich, dass der ständige Vergleich mit den zigtausendfach gelikten Posts anderer am Selbstwertgefühl nagt, vor allem bei Jugendlichen, die damit ohnehin Probleme haben.
Leider sagt die Studie nichts darüber, was genau die Teenies in den sozialen Netzen trieben, vor allem welche Inhalte sie konsumierten. Gerade das scheint aber entscheidend zu sein. In jedem Fall muss man die mögliche Gefahr für die Psyche durch die oft ziemlich „unsozialen“ Social Media ernst nehmen.
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