Ärzte Zeitung, 26.08.2005

Schmerz bei MS sollte mehr beachtet werden

SYDNEY (FHV). Schmerz als wichtiges Symptom bei Multipler Sklerose (MS) wird nach Ansicht von Dr. Sona Feketova längst noch nicht genügend berücksichtigt.

Viel Aufmerksamkeit werde bisher außer den Störungen am Bewegunsapparat den Augen-Symptomen und der Blasendysfunktion gewidmet.

Wie häufig Schmerzen bei MS aber sind, und wie groß deshalb auch der Behandlungsbedarf ist, haben jetzt aber wieder die bei 734 MS-Patienten erhobenen Daten bestätigt, die die Neurologin von der Comenius-Universität in Bratislava vorgestellt hat.

Mehr als 95 Prozent der untersuchten MS-Patienten litten an Schmerzen. Frauen waren von Schmerzen 2,6 mal häufiger betroffen als Männer.

Besonders häufig waren chronische Schmerzen an den Extremitäten - diese waren bei 92 Prozent der Patienten vorhanden -, Schmerzen im Bereich der HWS und der LWS (71 Prozent), Kopfschmerzen (69 Prozent) und die sonst relativ seltene Trigeminusneuralgie (6,7 Prozent).

Noch völlig unklar sei die optimale Therapie, so Feketova beim Welt-Schmerz-Kongreß in Sydney. Hier müßten dringend weitere Studien initiiert werden, um zu Empfehlungen kommen zu können.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So will Deutschland den Zuckerberg bezwingen

16:00 UhrZu viel und zu schlecht gekennzeichnet: Zucker versteckt sich in vielen Fertigprodukten. Das erschwert eine gesunde Ernährung. Die Politik will nun eingreifen. mehr »

Der Transgender-Trend

Paradigmenwechsel? Transsexuelle lassen sich sogar selbstbewusst für den "Playboy" ablichten. Psychiater warnen aber vor einem Geschlechtsdysphorie-Hype unter Jugendlichen. mehr »

Deshalb gibt's immer mehr Parkinsonkranke

Die absolute Zahl der weltweiten Parkinsonkranken hat sich seit 1990 mehr als verdoppelt. Forscher haben eine Vermutung, warum der Anstieg in manchen Ländern so stark ist. mehr »