Ärzte Zeitung, 26.03.2004

Patienten beim Denken zugeschaut

Wie wirken Schizophrenie-Therapien? Das ist künftig mit Kernspin zu klären

Ein Schizophrenie-Kranker und ein Gesunder lösen kognitive Aufgaben während einer fMRT. Bei dem Kranken sind weniger Hirnareale aktiv (1. und 3. Bild von links) als bei dem Gesunden (2. und 4. Bild). Foto: MasterMedia

AACHEN (gwa). Mit funktioneller Magnetresonanz-Therapie (fMRT) könnte unter anderem die Wirksamkeit einer Therapie bei Schizophrenie oder das Rückfallrisiko beurteilt werden.

Diese Hoffnung gründet sich auf Untersuchungen des Teams um Professor Frank Schneider von der RWTH Aachen. Die Kollegen untersuchten Hirn-Aktivitätsmuster mit fMRT bei Patienten mit Schizophrenie, die Gedächtnis- und Konzentrationsaufgaben lösten.

Verglichen wurden die Befunde mit denen bei Menschen ohne Schizophrenie. Dabei stellten die Kollegen unter anderem fest, daß einige Hirnareale bei Schizophrenie-Patienten deutlich weniger aktiv waren. Jetzt prüft das Team mit fMRT, ob sich unter einer Therapie die Gehirnaktivitäten normalisieren. Erste Ergebnisse sprechen dafür.

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