Ärzte Zeitung, 05.02.2007

Opposition plant Antrag für legale Heroinabgabe

BERLIN (dpa). Die Oppositionsfraktionen im Bundestag bereiten einen Gruppenantrag für die legale, staatliche Heroinabgabe an Schwerstabhängige vor. Das sagte der Grünen-Bundestagsabgeordnete und Arzt Harald Terpe am Wochenende der Nachrichtenagentur dpa.

Ohne Initiative im Bundestag droht dem Modellprojekt, das in sieben Städten läuft, Mitte des Jahres das Aus. Die betroffenen Kommunen setzen sich vehement für eine Verlängerung der "Heroingestützten Behandlung von Schwerstabhängigen" ein. Die Städte beurteilen das Projekt durchweg positiv, auch Studien stützen diese Einschätzung.

Ende Februar solle entschieden werden, ob der Gruppenantrag im Parlament eingebracht wird. Terpe zeigte sich überzeugt viele Abgeordnete dafür zusammenzubekommen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Abwarten schlägt Op

Zumindest in den ersten sechs Jahren nach Diagnose haben Männer mit lokalisiertem Prostata-Ca eine bessere Lebensqualität, wenn sie sich nicht unters Messer legen. mehr »

No deal-Brexit? Dieses Szenario lässt NHS-Angestellte schaudern

Je mehr Zeit in ergebnislosen Verhandlungen verrinnt, desto nervöser werden Beschäftigte vor allem im Gesundheitswesen. Ein Brexit ohne Vertrag mit der EU? Im NHS fürchtet man in diesem Fall ein Desaster. mehr »

Der reine Telearzt kommt

Fernbehandlung ohne Erstkontakt in der Praxis? Im Ländle wird dieses Modell jetzt erstmals getestet. Die Kammer dort hat gerade das erste Projekt genehmigt. mehr »