Ärzte Zeitung, 17.11.2011

Nur wenige Trinker sterben an Lebererkrankung

NEU-ISENBURG (BS). Gewohnheitstrinker sterben eher selten an alkoholassoziierten Lebererkrankungen. In den meisten Fällen sind es Krebs und kardiovaskuläre Ursachen, die ihrem Leben ein Ende setzen.

In einer dänischen Kohortenstudie waren alkoholinduzierte Lebererkrankungen nur für ein Prozent der Todesfälle bei starken Trinkern verantwortlich (Hepatology 2011; 54 (Suppl.): 392A-393A).

Studienteilnehmer waren 3884 Einwohner Rotterdams, die bei Studienbeginn im Jahr 1990 über 55 Jahre alt waren. Bis zum Abschluss der Studie im Jahr 2008 wurden sie alle 4 bis 5 Jahre untersucht und nach Alkoholkonsum befragt.

Insgesamt starben im Studienzeitraum 1825 Personen, davon 188 mit starkem Alkoholkonsum (mehr als 30 g/d).

Bei Letzteren waren 34 Prozent der Todesfälle durch Krebs und 28 Prozent durch kardiovaskuläre Erkrankungen verursacht. Alkoholbedingte Lebererkrankungen wurden nur in zwei Fällen als Todesursache ausgemacht.

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