Ärzte Zeitung, 17.06.2013

Rauchen

Regierung für Schockbilder auf Zigarettenschachteln?

BERLIN. Die Bundesregierung setzt sich für die EU-weite Einführung von Schockbildern auf Zigarettenschachteln ein.

Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, sollen die Hersteller künftig Bilder von Raucherbeinen oder Krebslungen auf alle Päckchen drucken. Darauf hätten sich die Staatssekretäre der zuständigen Bundesministerien Anfang Juni geeinigt.

Die Regierung unterstützt zugleich den Plan der EU, Mentholzigaretten zu verbieten. "Stoffe, die den unangenehmen und beißenden Geschmack der Verbrennungsprodukte im Tabakrauch überlagern oder eine kühlende Wirkung auslösen, sind besonders kritisch, da sie vor allem Jugendliche und Neueinsteiger ansprechen", sagte ein Sprecher von Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) dem "Focus".

Die EU diskutiert derzeit über die Tabakproduktrichtlinie, die neben dem Aus für Mentholzigaretten und den Schockbildern für Zigarettenschachteln auch ein Verbot dünner Slim-Zigaretten vorsieht.

Am Freitag wollen die EU-Gesundheits-und Verbraucherminister in Luxemburg über die Richtlinie beraten. Sie könnte vermutlich frühestens 2015 umgesetzt werden. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Unterwegs mit dem ADAC-Ambulanzjet

Wer auf Auslandsreisen krank wird, der ist froh, wenn schnelle Hilfe naht. Besonders zügig geht das mit einem Ambulanzjet - etwa vom ADAC. mehr »

Ein Besuch auf der Messe "Medicare Taiwan"

Taiwans Medizintechnikunternehmen gelten als Powerhouse - und sie suchen den Schulterschluss mit internationalen Partnern. Die "Medicare Taiwan" ist DER Branchentreff – ein Fachmessebesuch in Taipeh. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen.. mehr »