Ärzte Zeitung, 24.02.2014
 

Kommentar zum Rauchstopp

Entzug mit Happy End

Von Beate Schumacher

Dass Rauchen nicht gesund ist, wird selbst von Kettenrauchern kaum angezweifelt. Viele Raucher glauben aber, für ihr psychisches Wohlbefinden nicht auf Zigaretten verzichten zu können.

Schließlich machen sie jeden Tag die Erfahrung, dass sie sich, sobald sie den ersten Zug genommen haben, entspannter und besser fühlen. Dabei vergessen sie allerdings, dass es gerade der wiederkehrende Nikotinentzug zwischen zwei Zigaretten ist, der Gereiztheit, Nervosität und schlechte Stimmung hervorruft.

Wer es schafft, dauerhaft dem Tabak zu entsagen, muss nicht fürchten, dadurch sein seelisches Gleichgewicht einzubüßen. Zwar kann es bei psychisch kranken Personen durch die Tabakentwöhnung - so wie durch andere Stressoren auch - kurzfristig zu einer Verschlechterung der Symptomatik kommen.

Doch langfristig sind einer neuen Metaanalyse zufolge sogar positive Auswirkungen auf das seelische Befinden zu erwarten, selbst bei psychiatrischen Patienten. Ohne Zigaretten kann man nicht nur länger, sondern auch besser leben.

Lesen Sie dazu auch:
Wie ein Antidepressivum: Rauchstopp tut auch der Psyche gut

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