Ärzte Zeitung, 30.08.2004

Gute Noten für Coxib bei der Linderung starker Schmerzen

Rofecoxib-Anwendungsbeobachtung mit 11 018 Patienten

WIESBADEN (nsi). Bei sechs von zehn Patienten läßt sich starker Akut-Schmerz mit 50 mg Rofecoxib binnen zwei Stunden auf leichte Beschwerden oder Schmerzfreiheit reduzieren. Das hat eine deutschlandweite Anwendungsbeobachtung bei 11 018 Patienten mit akuten Schmerzen ergeben. Der Effekt des Mittels hält 24 Stunden an.

An der Praxisstudie haben 2724 niedergelassene Orthopäden und Chirurgen teilgenommen, wie Professor Josef Zacher vom Helios-Klinikum in Berlin-Buch berichtet hat. 45 Prozent ihrer Patienten hatten akute Rückenschmerzen, 16 Prozent Schmerzen nach einer Operation, 15 Prozent hatten akute Schmerzen in der Schulter, bei acht Prozent der Patienten schmerzten Weichteilverletzungen und 16 Prozent hatten verschiedene andersartige Schmerzen.

In einer Schmerzskala von null bis zehn (kein Schmerz bis sehr starker Schmerz) lag die mittlere Intensität bei 7,65 - also starken Schmerzen, wie Zacher bei einer von MSD unterstützten Veranstaltung in Wiesbaden gesagt hat. Die Patienten hätten bis zu sieben Tage lang täglich 50 mg Vioxx® Dolor eingenommen.

Die Schmerzlinderung durch das Medikament wurde von den Patienten in einer Fünf-Punkte-Skala (von sehr zufrieden bis sehr unzufrieden) angegeben: zwei Drittel der Patienten waren zufrieden oder sehr zufrieden, elf Prozent der Patienten sehr unzufrieden und unzufrieden und die übrigen 22 Prozent mäßig zufrieden. Ursachen für Unzufriedenheit waren mangelnde Wirksamkeit und bei vier Prozent unerwünschte Wirkungen .

"Rofecoxib ist in der Praxis von Orthopäden und Chirurgen gut anwendbar", sagte Zacher. Das Medikament helfe, bei Patienten mit starken Akutschmerzen den Bedarf an Opioiden zu reduzieren, es sei sicher in der Anwendung, löse also zum Beispiel keine perioperativen Blutungen aus.

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