Ärzte Zeitung, 26.05.2010

Numerische Skala ist auch für Kinder geeignet

MONTREAL (mar). Skalen zur Erfassung der Schmerzstärke werden auch bei Kindern eingesetzt. Für diese Altersgruppe validiert sind etwa die visuelle Schmerzskala (VAS) oder die Smiley-Skala. Kanadische Kollegen haben nun in einer prospektiven Studie belegt, dass auch die (verbale) numerische Schmerzskala (NRS) bei Heranwachsenden valide und zuverlässig anwendbar ist (Pain 2010; 149: 216).

Für die Studie haben die Forscher 202 Heranwachsende im Alter von 8 bis 17 Jahren, die wegen akuter Schmerzen in die pädiatrische Notfallaufnahme kamen, nach ihren Schmerzen befragt. Bei Aufnahme sowie bei Entlassung aus der Klinik machten die Patienten anhand von drei verschiedenen Schmerzskalen Angaben zur aktuellen Schmerzstärke: mit Hilfe der verbal präsentierten NRS (von 0 bis 10), der VAS (von 0 bis 10 cm) sowie der verbalen Schmerzskala (VRS; milde, moderate, starke Schmerzen). Es ergab sich eine gute Korrelation zwischen der NRS und der VAS. Beide Skalen sind jedoch nicht gegeneinander austauschbar, so die Autoren.

Danach befragt, welche Skala sie bevorzugen, gaben 36 Prozent der Teilnehmer die NRS, 24 Prozent die VAS und 15 Prozent die VRS an.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »