Ärzte Zeitung, 02.10.2013

Genetik

Biologische Wurzeln der Migräne erforscht

DRESDEN. Unter den etwa drei Milliarden Bausteinen der menschlichen Erbsubstanz haben Wissenschaftler zwölf Regionen entdeckt, welche die Wahrscheinlichkeit für einen Migräneanfall beeinflussen.

"Diese Arbeit ist ein wichtiger Fortschritt hin zu einem besseren Verständnis dieser Krankheit", wird Professor Dr. Martin Dichgans von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in einer Mitteilung der DGN zitiert.

Dichgans war mit seiner Arbeitsgruppe maßgeblich an der Entdeckung beteiligt. Für die Untersuchung, die Dichgans und sein Mitarbeiter Dr. Tobias Freilinger mit anderen Kollegen des International Headache Genetics Consortium unlängst in dem Fachblatt veröffentlich haben, wurden 29 separate Studien zu genetischen Variationen des menschlichen Erbguts (Genomweite Assoziationsstudien, GWAS) zusammengeführt ( Nature Genetics 2013; 45(8): 912-917).

23.285 Menschen mit Migräne hatten die Forscher dabei 95.425 Gesunden gegenübergestellt. Fünf der zwölf gefundenen verdächtigen Regionen waren der Wissenschaft bislang unbekannt. Zwei davon liegen auf dem Chromosom 1, die anderen auf den Chromosomen 6, 7 und 8. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Gala mit Herz und Verstand

Mit einer festlichen Gala hat Springer Medizin pharmakologische Innovationen und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Preisträger vermittelten Hoffnung auf Heilung und auf Hilfe, hieß es am Donnerstagabend. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der deutschen pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »