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Ärzte Zeitung, 23.11.2005

Alte profitieren, wenn Ärzte auf Stolperfallen zu Hause hinweisen

Studie zur Sturzprävention bei Alten mit Sehschwäche

DUNEDIN (mal). Stürze bei alten Patienten mit Sehschwäche zu vermeiden, ist eine wichtige präventive Aufgabe. Gerade für Hausärzte. Diese Patienten stürzen deutlich seltener, wenn bei ihnen zuhause Stolperfallen beseitigt werden, hat jetzt eine Studie ergeben. Hausbesuche sind eine gute Chance, auf Stolperfallen hinzuweisen.

Werden Stolperfallen zu Hause erkannt und entfernt, hat das auf die Häufigkeit neuer Stürze bei über 75jährigen mit Sehschwäche sogar einen größeren Effekt, als wenn sie versuchen, ein leichtes Trainingsprogramm einzuhalten.

Das haben Ärzte um Dr. John Campell aus Dunedin in Neuseeland festgestellt (BMJ 331, 2005, 817). In ihre Studie hatten sie knapp 400 über 75jährige mit Sehschwäche (mindestens -1dpt auf dem besser sehenden Auge) aufgenommen. Zur Sturz-Prävention wurde der Effekt verschiedener Maßnahmen verglichen.

Wichtige Ergebnisse nach einem Jahr: Im Vergleich zu Personen ohne Sicherheitsprogramm hatten Personen mit diesem Programm eine um 40 Prozent niedrigere Sturzrate. Bei 100 Personen mit dem Programm gab es in dem Jahr 64 Stürze. Typische Stolperfallen, die berücksichtigt wurden, waren etwa lose Teppiche, fehlende Handläufe oder schlechte Beleuchtung.

Das leichte Trainingprogramm wirkte sich dagegen eher negativ aus: Patienten mit Training hatten im Vergleich zu Untrainierten eine um 15 Prozent höhere Sturzrate. Bei 97 Personen mit Training hatte es in einem Jahr 120 Stürze gegeben.

Infos zu typischen Stolperfallen: etwa www.aktivinjedemalter.de

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