Ärzte Zeitung, 02.04.2004

Alendronat macht die Knochen bei Frauen über viele Jahre stark

Knochenmineraldichte bleibt über zehn Jahre erhöht / Ergebnis einer Langzeitstudie

DETROIT (ikr). Das Aminobisphosphonat Alendronat stärkt die Knochen nicht nur für ein paar Jahre, sondern auch längerfristig. Das belegen die 10-Jahres-Daten von mehr als 200 Frauen in der Postmenopause, die jetzt im "New England Journal of Medicine" (350, 2004, 1189) publiziert worden sind.

An der Studie haben 247 Frauen in der Postmenopause mit Osteoporose teilgenommen, die zuvor bereits drei Jahre lang täglich mit 5, 10 oder 20 mg Alendronat (Fosamax®) behandelt worden waren. Diejenigen Frauen, die 5 oder 10 mg Alendronat erhalten hatten, wurden jeweils für weitere sieben Jahre auf diese Weise behandelt.

Frauen, die 20 mg des Bisphosphonats erhalten hatten, wurden zunächst für zwei Jahre mit 5 mg Alendronat und dann für weitere fünf Jahre mit Placebo behandelt. Das berichten Dr. Henry G. Bone aus Detroit im US-Bundesstaat Michigan und seine Arbeitsgruppe.

Bei den 86 Frauen, die zehn Jahre lang täglich 10 mg des Knochenresorptionshemmers bekommen hatten, erhöhte sich die Knochenmineraldichte an der Lendenwirbelsäule im Mittel um 13,7 Prozent, am Trochanter um 10,3 Prozent und am Schenkelhals um 5,4 Prozent. Mit der niedrigeren Dosierung von Alendronat bei 78 Frauen wurden geringere Effekte erzielt. Und bei den 83 Frauen, die für fünf Jahre Placebo bekommen hatten, ging der anfängliche Zugewinn an Knochenmasse allmählich verloren.

Die Behandung mit Alendronat wurde über den gesamten Studienzeitraum von den Frauen ähnlich gut vertragen wie Placebo. Schwere unerwünschte Wirkungen, die zum Therapieabbruch führten, gab es in der Placebo-Gruppe bei sieben und in der 10-mg-Alendronat-Gruppe bei vier Frauen. 20 Frauen aus der Placebo-Gruppe hatten Beschwerden im oberen Gastrointestinaltrakt. In der Gruppe mit 10 mg Alendronat täglich waren es 24 Frauen.

Topics
Schlagworte
Osteoporose (797)
Krankheiten
Osteoporose (1472)
Wirkstoffe
Alendronsäure (171)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »