Rheuma

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Modul: Medikamentöse Therapie der rheumatoiden Arthritis und ihrer Komorbiditäten

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Ärzte Zeitung, 08.06.2005

Rheumakranke kennen oft ihre Chancen nicht

WIEN (kat/mal). Bei Gelenkerkrankungen kann Selbstmanagement langfristig nur Erfolg haben, wenn die Patienten ausreichend über den Sinn der Maßnahmen aufgeklärt sind und so die geänderten Verhaltensweisen konsequent beibehalten. So sollten sie etwa wissen, daß die Versorgung der Gelenke mit Nährstoffen durch die körperliche Aktivität verbessert wird.

Patienten mit Gelenkschmerzen bräuchten außerdem mehr Aufklärung darüber, daß und welche therapeutischen Optionen heute zur Verfügung stehen, sagte Dr. Wolfgang Bolten, Chefarzt der Klaus-Miehlke-Klinik für Rheumatologie in Wiesbaden der "Ärzte Zeitung" aus Anlaß des EULAR-Kongresses in Wien.

Seine Aussage stützt sich auf eine Umfrage bei über 5000 Patienten mit Beschwerden des Bewegungsapparates, die von der Arthritis Action Group in sieben europäischen Staaten, darunter auch Deutschland, gemacht worden ist. "Viele Patienten gehen trotz ihrer Schmerzen nicht zum Hausarzt, weil sie denken, er könne sowieso nichts machen", zitiert der Rheumatologe eines der Umfragen-Ergebnisse.

"Im ersten Schritt müssen Patienten wissen, daß sie bei Gelenkbeschwerden, die mehrere Tage unabhängig von einer Belastung anhalten, den Hausarzt aufsuchen müssen", sagt Bolten. Kommt eine Schwellung hinzu, sollte ein Rheumatologe zur Klärung hinzugezogen werden.

Mit den TNF-alpha-Blockern Infliximab, Etanercept und Adalimumab sowie dem Interleukin-1-Rezeptorblocker Anakinra gibt es mittlerweile Therapie-Optionen, mit denen der chronische Verlauf bei entzündlichen Rheuma-Erkrankungen gestoppt oder zumindest verzögert werden kann. Voraussetzung ist aber eine frühe Diagnosestellung.

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