Rheuma

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Modul: Reaktive Arthritis: Pathogenese – Diagnose – Therapie

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Ärzte Zeitung, 10.06.2005

Mit Krebsmittel Rituximab gegen Sjögren-Syndrom

WIEN (gvg). Der Antikörper Rituximab entwickelt sich zunehmend zu einem neuen Hoffnungsträger in der Rheumatologie. Nach der rheumatoiden Arthritis und dem Lupus erythematodes werden jetzt auch bei Patienten mit Sjögren-Syndrom erste Erfolge gemeldet.

Rituximab ist ein monoklonaler Antikörper, der spezifisch gegen das CD20-Antigen auf B-Zellen gerichtet ist. B-Zellen sind komplett neue Zielstrukturen in der antirheumatischen Therapie, die von den bisher in der Rheumatologie verwendeten Medikamenten nicht beeinflußt werden.

Bereits 2004 wurde auf dem Europäischen Rheumatologenkongreß eine Studie präsentiert, in der Rituximab die Krankheitsaktivität bei Patienten mit schwerer RA stark dämpfen konnte (wir berichteten).

Der Niederländer Dr. Justin Pijpe von der Universität Groningen präsentierte jetzt auf dem EULAR 2005 in Wien eine weitere Phase-II-Studie, bei der 15 Patienten mit aktivem, primärem Sjögren-Syndrom zwölf Wochen lang mit insgesamt vier Infusionen Rituximab (375 Milligramm pro Quadratmeter Körperoberfläche) behandelt wurden. Zusätzlich wurden wöchentlich 15 Milligramm Prednisolon eingenommen. Sieben Patienten hatte zudem MALT-Lymphome, die häufig mit dem primären Sjögren-Syndrom einhergehen.

Patienten mit Sjögren-Syndrom gelten als sehr schwer zu behandeln. Um so erfreuter waren die Ärzte, als es bei fünf der acht Patienten mit reinem Sjögren-Syndrom und zwei der sieben Patienten mit zusätzlichen MALT-Lymphomen durch die Rituximab-Therapie zu einer Verbesserung der Speicheldrüsenfunktion kam, die mit einem Funktionstest gemessen wurde. Die Verbesserung sei immer von einer auch subjektiv empfundenen Besserung der Symptomatik begleitet gewesen, so Pijpe.

Bei den MALT-Lymphomen kam es bei drei Patienten zu einer kompletten Remission. Drei weitere Lymphome stabilisierten sich, und nur eines war progredient. Dieser Befund war weniger überraschend als die Wirkung auf die Speichelsekretion, weil Rituximab ursprünglich als Krebstherapeutikum entwickelt wurde. Als MabThera® von Hoffmann-La Roche ist es zur Lymphom-Therapie zugelassen.

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