Rheuma

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Modul: Medikamentöse Therapie der rheumatoiden Arthritis und ihrer Komorbiditäten

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Ärzte Zeitung, 15.09.2005

Rheuma nach Darminfekt mit Salmonellen

Reaktive Gelenk-Entzündungen treten bei bis zu einem Drittel der Patienten auf

STUTTGART (ugr). Zwischen Magen-Darm-Infekten und manchen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen gibt es enge Beziehungen. Von besonderer Bedeutung sind solche Infekte bei Spondyloarthritiden, zu denen Morbus Bechterew, reaktive Arthritiden, Psoriasis-Arthritis und Arthritiden bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen gehören.

Wenige Tage bis zu sechs Wochen nach einem Darminfekt mit Salmonellen, Yersinien, Shigellen oder Campylobacter entwickeln bis zu 30 Prozent der Patienten eine reaktive Arthritis, die sich meist asymmetrisch an den größeren Gelenken sowie mit Rückenschmerzen bemerkbar macht. Eine Kasuistik dazu hat Professor Elisabeth Märker-Hermann aus Wiesbaden bei einer Veranstaltung des Instituts Danone für Ernährung in Stuttgart vorgestellt.

Ein 34jähriger Patient war mit starken Gelenkbeschwerden in die Krankenhaus-Notaufnahme gekommen. Er hatte zwei Wochen zuvor nach dem Verzehr von Kartoffelsalat eine akute Diarrhoe gehabt. In seinem Blut fanden sich Salmonellen-Antikörper.

"Nicht jeder Patient entwickelt nach einem solchen Darminfekt Gelenksymptome. Vielmehr muß eine bestimmte genetische Disposition vorliegen, bei der der Marker HLA-B27 besonders wichtig ist", sagte Märker-Hermann. Bei Betroffenen würden T-Helferzellen übermäßig stimuliert, und es komme zu Autoimmunrekationen.

Selbst wenn das ursprünglich triggernde Darmbakterium eliminiert sei, unterhielten autoreaktive T-Zellen das Entzündungsgeschehen bei HLA-B27-positiven Patienten weiter und verselbständigten es. Auch bei Morbus Bechterew und rheumatoider Arthritis habe man inzwischen Zusammenhänge zwischen Gelenkentzündung und Darminfekt entdeckt.

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