Ärzte Zeitung, 28.07.2005

TNF-Antagonist fördert keinen Hautkrebs

NEW YORK (gwa). Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA), die mit Etanercept behandelt werden, ist im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung die Inzidenz von squamös-zelligen Hautkarzinomen (SCC) nicht erhöht. Das ergaben Daten von über 1440 Patienten.

Dr. Mark Lebwohl vom Mount Sinai Krankenhaus in New York und seine Kollegen haben Daten aus klinischen Studien von mehr als 1442 Patienten mit RA analysiert (mehr als 4257 Patienten-Therapie-Jahre). Meist wurde zweimal wöchentlich eine mittlere Dosis von 25 mg subkutan gespritzt. Die Therapiedauer betrug bis zu fünf Jahren (im Median 3,7 Jahre).

Bei vier der Patienten wurde in der Therapiezeit ein SCC diagnosiziert. Zum Vergleich: In Arizona (hohe Sonnenexposition) wird die SCC-Inzidenz in einer nach Alter und Geschlecht ähnlichen Gruppe auf 13 pro 100 000 geschätzt; in Minnesota (geringe Sonnenexposition) auf 5,9.

Bei immunsuppressiver Therapie besteht zumindest ein theoretisches Risiko, daß die körpereigene Tumorunterdrückung gestört werden könnte. Der Tumornekrosefaktor (TNF)-Antagonist Etanercept (in Deutschland Enbrel®) reduziert nicht generell die Immunabwehr, sondern moduliert spezifisch die TNF-Aktivität.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wer viel Wasser trinkt, beugt Harnwegsinfekten vor

Den Ratschlag, viel zu trinken, sollten sich Frauen nicht nur während eines Harnwegsinfektes zu Herzen nehmen. Auch wer danach reichlich Wasser trinkt, profitiert davon. mehr »

In der Praxis oftmals auch knifflige Fälle

Die Regeln, wie und wann ein Arzt einen Patienten krankschreiben darf, sind in der Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie festgehalten. In der Praxis gibt es jedoch viele knifflige Fälle. mehr »

Handlungsbedarf bei Chronikerpauschale!

Die Chronikerzuschläge für Hausärzte bleiben eine der dringendsten Hausaufgaben für die Selbstverwaltung. Es wird Zeit, die alten bürokratischen Zöpfe abzuschneiden, meint unser Abrechnungsexperte. mehr »