Ärzte Zeitung, 20.03.2013

65. DGU-Jahrestagung

Urologen treffen sich im September in Dresden

DRESDEN. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie lädt zu ihrer 65. Jahrestagung vom 25. bis 28. September 2013 nach Dresden ein.

Unter dem Motto "Grenzen überwinden - Zukunft gestalten" ist, gemeinsam mit der Jahrestagung der "EAU Section of Urological Research", ein Austausch zwischen klinisch-praktischer Urologie und Grundlagenforschung geplant.

Intensiv wird über PSA-gestützte Früherkennung des Prostata-Ca diskutiert, weitere Themen sind etwa die medikamentöse Tumortherapie, die Nierentransplantation, die Kinderurologie oder die Nebennierenchirurgie.

Die Jahrestagung der "EAU Section of Urological Research" wird unter der Leitung von Prof. Dr. med. Kerstin Junker zum ersten Mal seit vielen Jahren in Deutschland ausgerichtet. wie Professor Michael Stöckle, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie, in einem Grußwort erläutert.

Impulse für Grundlagenforschung erhofft

Der DGU-Vorstand verspreche sich von der gemeinsamen Tagung einerseits Impulse für die urologische Grundlagenforschung in Deutschland, andererseits eine neue Perspektive für die Diskussion klinisch-praktischer Fragen und natürlich eine internationale Ausrichtung der Forschungssitzungen, die gemeinsam unter Verantwortung der DGU-Programmkommission und der ESUR zusammengestellt werden.

Einen intensivierten Dialogversuch werde es auch zum kontroversen Thema der PSA-gestützten-Früherkennung des Prostatakarzinoms geben: Urologische Experten sollen gemeinsam mit den Experten aus dem Bereich der Selbsthilfegruppen und wünschenswerter Weise des Gesundheitswesens ausloten, ob die langsam solider werdende Datenbasis zu diesem Thema nicht doch Auswege aus der derzeit unbefriedigenden Situation erkennbar werden lasse, so Stöckle.

Neben diesen aktuellen und kontroversen Schwerpunktthemen, die die notwendige Spannung in das Kongressprogramm hineinbringen sollen, werden traditionsgemäß das gesamte Spektrum unseres Fachgebietes im Kongressprogramm abgebildet.

Das betreffe besonders die Teilgebiete, in denen die Urologen im Wettbewerb mit Nachbarfächern stehen, und in denen sie langfristig ihre Stellung nur durch Qualität und Innovationskraft werden behaupten können, beispielsweise die medikamentöse Tumortherapie, die Nierentransplantation, die Kinderurologie oder die Nebennierenchirurgie um nur einige zu nennen.

Programm in deutsch und englisch

Das wissenschaftliche Programm werde sich durch die Einbindung der ESUR und internationaler Experten mehr noch als in Leipzig der englischen Sprache bedienen.

Selbstverständlich werde man streng darauf achten, dass auch den prioritär an Fortbildung interessierten Kollegen/-innen ein durchgehendes Programm in deutscher Sprache geboten werden wird, welches neuerlich die gesamte Breite des Fachgebietes widerspiegelt.

Der vorangegangene Kongress in Leipzig habe für jedermann erlebbar gemacht, dass das Fortbildungsangebot der Akademie als einer gemeinsamen Einrichtung der Fachgesellschaft und des Berufsverbandes in hervorragender Weise angenommen worden ist: "Fortbildung von Urologen für Urologen" - auch dieses Motto wolle man weiter aufblühen lassen.

Der DGU-Kongress solle sich einmal mehr bewähren als das zentrale deutsche und deutschsprachige Forum des Gedankenaustauschs zwischen allen urologisch Tätigen, sei es ärztlich, wissenschaftlich oder pflegerisch, aber auch mit unseren zahlreichen Partnern aus Selbsthilfegruppen, Gesundheitswesen und Industrie. (eb)

www.dgu-kongress.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alzheimer-Anzeichen schon 25 Jahre vor Ausbruch

Die Alzheimer-Demenz kündigt sich in einigen Formen offenbar lange vor Krankheitsbeginn an. Das bringt Zeit, um die Erkrankung zu verhindern - womöglich sogar zwei Jahrzehnte. mehr »

Konzept der E-Patientenakte steht

Die elektronische Patientenakte nimmt konkrete Formen an. Ärzte, Zahnärzte, Krankenkassen und gematik haben sich auf ein Vorgehen zur Gestaltung der ePA geeinigt. Die Industrie bleibt vorerst außen vor. mehr »

Placebo ist nicht gleich Placebo

Ein Scheinmedikament zu verordnen, gilt manchen Ärzten als anrüchig - andere halten es für legitim. Bei vielen hängt es davon ab, woraus das spezielle Placebo besteht. mehr »