Männerkrankheiten

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Moderne Therapieoption bei ED und IPP – Zukunftsperspektiven der extrakorporalen Stoßwellentherapie

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 13.06.2005

Dauertherapie mit Potenzmittel lindert BPH

Dreimonatige Behandlung mit Vardenafil geprüft / Endothelfunktion und Lebensqualität besserten sich

SAN ANTONIO (grue). PDE-5-Hemmer steigern nicht nur die Potenz, sie mindern auch Prostatabeschwerden und schützen die Gefäße - sofern sie regelmäßig eingenommen werden. Drei Monate sollten genügen, wie die Teilauswertung einer Präventionsstudie gezeigt hat.

In die auf zehn Jahre angelegte offene deutsche Studie werden Männer mit erektiler Dysfunktion aufgenommen, die für jeweils drei Monate im Jahr den PDE-5-Hemmer Vardenafil (Levitra®) in einer Dosierung von 5 mg pro Tag einnehmen.

Die von den Männern selbst finanzierte kurmäßige Anwendung des Potenzmittels könnte einen gewissen Trainingseffekt auf die glatten Muskelzellen in Prostata, Penis und Blutgefäßen haben, wie Dr. Frank Sommer aus Köln beim Kongreß der US-amerikanischen Urologen in San Antonio erläutert hat.

    Die tägliche Einnahme war besonders wirksam.
   

Vergleichende Untersuchungen bei insgesamt 39 Studienteilnehmern mit erektiler Dysfunktion (ED) und benigner Prostatahyperplasie (BPH) deuten darauf hin. Von Männern nahmen 21 jeden Tag Vardenafil ein, die übrigen nahmen das Mittel nur vor dem Sex.

Mögliche Therapieeffekte auf die Erektionsstärke, die Prostata und die Gefäße wurden mit Hilfe standardisierter Punkteskalen und Ultraschallmessungen der Endothelfunktion gemessen. "Die Potenz besserte sich in beiden Gruppen ähnlich gut, aber gegen die Prostatabeschwerden war die tägliche Einnahme des PDE-5-Hemmers wirksamer", sagte Sommer.

Auch die Lebensqualität war in der Gruppe mit kontinuierlicher Tabletteneinnahme besser. Außerdem wurde die an der A. brachialis gemessene Endothelfunktion durch die Dauertherapie verbessert, was die Gefäße vor Atherosklerose schützen könnte.

"PDE-5-Hemmer sind offenbar interessante Substanzen für die Prävention altersbedingter Erkrankungen bei Männern", so Sommer. Allerdings lasse sich noch nicht beurteilen, wie lange die positiven Effekte der Dreimonats-Therapie anhalten.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Strategie zur Künstlichen Intelligenz gefasst

Die Bundesregierung will Deutschland fit für die Künstliche Intelligenz machen. Dazu hat das Kabinett jetzt Eckpunkte einer Strategie beschlossen. Gesundheit ist ein zentrales Thema. mehr »

Oft wird gechattet mit dem Arzt

Das bundesweit beachtete Telemedizin-Modellprojekt DocDirekt in Baden-Württemberg kommt gut an, berichtet die KV. Besonders Männer nutzten das Angebot zur Fernbehandlung bisher. mehr »