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Aktuelle Studie

Nierenkranke nur selten gegen Influenza geimpft

Veröffentlicht:

BERLIN. Einer aktuellen Studie zufolge liegt die Influenza-Impfrate bei chronisch nierenkranken Patienten bei nur 45 Prozent (Dtsch Ärztebl Int 2019; 116(23-24): 413-9).

In den Jahren 2012-2017 erhielten demnach 41-47 Prozent der Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion eine Grippe-Vakzine, bei den Dialysepatienten waren es 43-45 Prozent und nach Nierentransplantation sogar nur 32-34 Prozent der Patienten.

Die Impfrate liege damit zwar höher als in der Allgemeinbevölkerung (35 Prozent), aber in Anbetracht des Risikoprofils nierenkranker Menschen sei sie zu gering, so die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) in einer Mitteilung.

Die Studie habe zudem gezeigt, dass ein Aufruf an die behandelnden Ärzte wenig ausrichte und die Impfquote nicht verbessert. Eine direkte, an die Patienten gerichtete Information habe die Situation dagegen zumindest leicht verbessert: Ein Impfaufruf, der an die Patienten adressiert war, hatte die Rate um 3 Prozentpunkte erhöht.

Mit einer Kampagne will die DGfN daher gegen die niedrige Impfrate vorgehen. (bae)

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