Apotheker plus, 25.02.2011

Tees und Bonbons lindern Husten

Tees sind für hustende Kunden eine wirksame Zusatzempfehlung. Sogar für Hustenbonbons gibt es gute Argumente.

Von Ruth Ney

Tees und Bonbons lindern Husten

Tees aus der Apotheke garantieren eine hohe Qualität der Inhaltsstoffe.

© NataliTerr / fotolia.com

Tees gehören zu den bewährten begleitenden Maßnahmen bei Husten. Ihre Inhaltsstoffe können sowohl den Hustenreiz lindern, als auch entkrampfen. Schleimdrogen wie Eibischwurzeln wirken dabei am besten, wenn sie als Kaltauszug zubereitet werden.

Dazu werden 2 g Eibischwurzeln (1 TL) mit zirka 150 ml Wasser übergossen und 1-2 Stunden stehen gelassen. Der Auszug wird dann kurz erhitzt, abgeseiht und getrunken. Thymiankraut oder Süßholzwurzel hingegen (1 TL bzw. 1,5 TL pro 150 ml Wasser) werden gleich mit siedendem Wasser übergossen und nach 10-15 Minuten abgeseiht.

Alternativ können Patienten auch Teebeutel mit Drogen in Arzneibuchqualität oder Bronchialtees in Pulverform empfohlen werden. Dr. Erwin Häringer aus München zieht jedoch lose Teemischungen vor, die er Patienten aufschreibt: "In Abstimmung mit einem Apotheker kann man dabei ganz verschiedene Mischungen zusammenstellen, sodass die Patienten ihren eigenen, individuellen Tee erhalten."

Eine gute Hustentee-Mischung enthält etwa: 25 Teile Eibischwurzel, 10 Teile Fenchelfrüchte, 10 Teile Isländisch Moos, 15 Teile Spitzwegerichkraut, 10 Teile Süßholzwurzel, 30 Teile Thymiankraut (Standardzulassung 2009.99.99).

Ebenfalls über einen Placeboeffekt hinaus bei rauem Hals und Hustenreiz geht die Wirkung zuckerhaltiger Hustenbonbons oder des alten Hausmittels warme Milch mit Honig. Denn das viskose Zuckergemisch in diesen Demulzenzien legt sich auf entzündete Areale im Rachen und freiliegende Fasern der Hustenrezeptoren. Der "einhüllende" Effekt hält allerdings nur maximal 30 Minuten an.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Auf Frühstück zu verzichten erhöht Diabetes-Gefahr

Wer das Frühststücken auslässt, erhöht damit womöglich das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Eine Metaanalyse mit fast 100.000 Teilnehmern zeigt: Die Gefahr wächst mit den Tagen. mehr »

Grünes Licht für die MWBO-Novelle

Weniger Richtzeiten und kompetenzbasiertes Lernen: Der Vorstand der Bundesärztekammer hat die Novelle der (Muster-)Weiterbildungsordnung beschlossen. mehr »

Verdacht auf Kindesmisshandlung? Das sollten Ärzte dann tun

Haben Ärzte den Verdacht, dass ein Kind vernachlässigt, misshandelt oder gar missbraucht wird, sollten sie umgehend tätig werden. Wie sie vorgehen sollten, erläutert Oliver Berthold, Leiter der Kinderschutzambulanz in Berlin. mehr »