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Ärzte Zeitung online, 20.10.2017

Kategorie Specialist Care

Cinqaero®: Chance bei schwerem Asthma

Cinqaero® (Reslizumab) von Teva, ausgezeichnet mit dem Galenus-Preis 2017, ist ein gegen Interleukin-5 gerichteter Antikörper.

Cinqaero®: Chance bei schwerem Asthma

Gab im Interview mit Chefredakteur Wolfgang van den Bergh gerne Auskunft über das neue Wirkprinzip von Reslizumab (Cinqaero®) bei schwerem Asthma, den Specialist-Care-Gewinner: Christian Wunderlich, Director Sales Brands bei Teva. Mit im Bild: Dr. Ralf Jünemann (rechts) und Sascha Glanemann (2.v.l.), ebenfalls von Teva.

© David Vogt

Cinqaero® (Reslizumab) bindet bei Patienten mit schwerem eosinophilem Asthma das Zytokin Interleukin-5 (IL-5) mit hoher Affinität.

Dieses Interleukin hat ja eine Schlüsselrolle im Entzündungsgeschehen bei durch eosinophile Granulozyten ausgelöstem Asthma bronchiale: Es fördert die Aktivierung und das Überleben der Eosinophilen, die Mediatoren freisetzen. Diese fachen wiederum Entzündungsreaktionen an, wodurch langfristig auch strukturelle Umbauprozesse und eine Verdickung der Bronchialwände begünstigt werden. Wird IL-5 durch Reslizumab abgefangen, kann das Zytokin nicht an den Rezeptor der eosinophilen Granulozyten binden, Aktivität und Überlebensrate der Zellen werden verringert.

Reslizumab ist zugelassen als Zusatztherapie bei schwerem eosinophilem Asthma, das trotz hoch dosierter inhalativer Kortikosteroide plus einer anderen Arznei zur Erhaltungstherapie nur unzureichend zu kontrollieren ist. Klinische Studien belegen eine Verringerung der Exazerbationsfrequenz sowie eine Verbesserung von Lungenfunktion und Lebensqualität. Das bestätigte bei der Preisverleihung auch Jury-Präsident Professor Erland Erdmann: "Cinqaero® verfolgt mit der IL-5-Hemmung ein innovatives Prinzip, um Entzündungen in der Lunge zu hemmen. Die Exazerbationsfrequenz sinkt um 50 Prozent, das ist 'ne Menge!"

"Wir haben vom GBA mit dem befristeten Zusatznutzen Hausaufgaben aufbekommen. Wir werden 2020 die Daten liefern, die der GBA sich wünscht", berichtete Sascha Glanemann vom Unternehmen Teva. Glanemann erinnerte an die Notwendigkeit neuer Therapien auch für diese Patientengruppe: "Wir haben einen hohen Leidensdruck bei den Patienten, auch die Ärzte haben gesagt, ,wir brauchen dieses Präparat‘!" (mal/ger)

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