Hessen

Extra-Förderung für Klinikverbünde geplant

Veröffentlicht:

NEU-ISENBURG. In Hessen bahnt sich eine Änderung des Landeskrankenhausgesetzes an. Zentraler Punkt ist die stärkere Förderung von Kliniken, die sich in Verbünden zusammenschließen. Das soll zu einer bedarfsgerechteren Versorgung führen. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Kliniken, die sich in einen Verbund begeben, bewilligte Einzelförderungen nicht mehr auf die seit Beginn des Jahres 2016 geltenden pauschalen Fördermittel angerechnet werden. Die neue Regelung soll für die Kliniken rückwirkend ab dem Jahr 2000 gelten.

 Nach Berechnungen der Hessen-Agentur könnten zwölf Kliniken durch den Wegfall der Anrechnung mit rund 21 Millionen Euro direkt profitieren. Die notwendigen Mittel sollen allerdings nicht aus dem Gesamtfördervolumen der Kliniken bestritten werden – denn damit würde die Pauschalförderung sinken – es sollen vielmehr zusätzliche Mittel veranschlagt werden. Positives Feedback kam von der Techniker Krankenkasse in Hessen: "Die einzelnen Krankenhäuser innerhalb eines Verbundes müssen nicht mehr zwingend alle medizinischen Leistungen selbst anbieten. Stattdessen können sie sich auf Fachgebiete spezialisieren und erhalten so die Chance, die Qualität ihrer Behandlungen zu verbessern", sagt TK Hessen-Chefin Dr. Barbara Voß. Die Kliniken könnten außerdem voneinander lernen und vom Wissen der anderen profitieren.

Einen Kritikpunkt gibt es aber doch: Das Gesetz sei nicht langfristig genug angelegt, so Voß. Die finanzielle Förderung von Klinikverbünden soll nach drei Jahren enden. "Klinikkooperationen bleiben aber auch darüber hinaus noch wichtig. Deshalb wäre eine dauerhafte Investition in Verbundstrukturen wünschenswert gewesen." (reh)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Juristische Fallstricke

So lassen sich Haftungsrisiken in der Hausarztpraxis minimieren

Sie fragen – Experten antworten

Pertussis: Auch die Großeltern impfen?

Lesetipps
Lungenfunktionsuntersuchung

© Viktor Koldunov / stock.adobe.co

Vernarbung und Fibrosierung

Interstitielle Lungenerkrankung: Die Nachwehen von COVID-19