Statistik

Homeoffice-Anteile noch ausbaufähig – Gesundheitswesen zählt zu den Schlusslichtern

Das Statistische Bundesamt meldet stabile Homeoffice-Anteile. Die Spritpreiskrise könnte der Heimarbeit neuen Auftrieb geben.

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In den eigenen vier Wänden zu arbeiten, spart Sprit und schon die Nerven.

In den eigenen vier Wänden zu arbeiten, spart Sprit und schon die Nerven.

© Annie Spratt / unsplash

Wiesbaden/Konstanz. Die Pandemie hat die Arbeitswelt grundlegend verändert. Homeoffice ist heute für viele Berufstätige keine reine Ausnahme mehr. Von den Erwerbstätigen (Angestellte und Selbständige), die hierzulande die Möglichkeit dazu hatten, arbeiteten 2025 nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund ein Viertel (24 Prozent) ausschließlich von zu Hause aus.

Weitere 30 Prozent waren mindestens zur Hälfte ihrer Arbeitstage in den eigenen vier Wänden zugange, die verbleibenden 46 Prozent weniger als die Hälfte (anteilig unverändert zum Vorjahr 2024). Das Gesundheitswesen zählt aus nachvollziehbaren Gründen – Stichwort Versorgungspräsenz – mit zu den Schlusslichtern im amtlichen Homeoffice-Ranking: Lediglich 10,8 Prozent der hier Erwerbstätigen bleiben dabei regelmäßig daheim.

Deutschland leicht über EU-Schnitt

Die insgesamt geringsten Homeoffice-Anteile berichtet Destatis für die Gastronomie (5,7 Prozent), die höchsten für IT-Dienstleister (74,4 Prozent) und andere Dienstleistungs- und Verwaltungstätigkeiten.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter großer Unternehmen (ab 250 Köpfen) finden häufiger auf kurzem Dienstweg vom Bad ins Büro – hier war 2025 der Homeoffice-Anteil mit 35 Prozent am ausgeprägtesten. In mittelgroßen Unternehmen (ab 50 Köpfen) betrug er den Angaben aus Wiesbaden zufolge 23 Prozent, in kleinen Unternehmen lediglich 19 Prozent.

Branchenübergreifend waren voriges Jahr 24,6 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland ganz oder teilweise im Homeoffice tätig. Zum Vergleich: Im Durchschnitt der 27 EU-Mitgliedstaaten arbeiteten laut EU-Statistikbehörde Eurostat 23 Prozent aller Erwerbstätigen ab 15 Jahren im Berichtsjahr zumindest gelegentlich von zu Hause aus.

Pro Homeoffice-Tag 32 Millionen Liter Sprit weniger

Unterdessen haben Forscher der Universität Konstanz ausgerechnet, dass wenn alle Pendler, die mit dem Auto zur Arbeit fahren, „nur einen Tag mehr pro Woche im Homeoffice arbeiten würden, in Deutschland täglich rund 32 Millionen Liter Kraftstoff eingespart werden könnten – knapp 19 Prozent des täglichen Verbrauchs“.

Laut der jüngsten, 19. Befragungswelle der Konstanzer „Homeoffice-Studie“ pendeln derzeit 64 Prozent der Beschäftigten, deren Arbeit grundsätzlich im Homeoffice möglich ist, aber auch noch im PKW zur Arbeit. (cw)

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