Ärzte Zeitung, 22.02.2005

Bundesregierung will Sri Lanka langfristig helfen

COLOMBO (dpa). Zwei Monate nach der Flutkatastrophe in Asien hat die Bundesregierung Sri Lanka langfristige Hilfe beim Wiederaufbau zugesagt. "Wir werden im Wiederaufbauprozeß bei Ihnen bleiben", betonte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul gestern bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Finanzminister Sri Lankas, Sarath Amunugama, in Colombo. "Wir werden niemanden vergessen, der unter dem Tsunami gelitten hat."

Amunugama bedankte sich bei den Deutschen und bei der Bundesregierung für die Hilfe für sein Land. Er zeigte sich auch erleichtert über das von den G7-Staaten angebotene Schuldenmoratorium. "Wir werden in diesem Jahr keine Reserven für Schuldenabzahlung haben", sagte er.

Heidemarie Wieczorek-Zeul traf gestern auch mit deutschen und internationalen Entwicklungshelfern zusammen. Vor ihrer Rückreise heute Abend will die Entwicklungsministerin zerstörte Gebiete in den von der Regierung kontrollierten Tamilengebieten im Norden des Landes besuchen. Am Sonntag hatte sie Premierminister Mahinda Rajapakse getroffen und anschließend Katastrophengebiete im Süden des Landes besucht.

In Sri Lanka starben durch die Flutkatastrophe nach offiziellen Angaben etwa 40 000 Menschen.

Topics
Schlagworte
Panorama (32618)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Zufallsbefunde – Wer sucht, der findet

Bei der bildgebenden Diagnostik kann es vorkommen, dass unerwartet ein Befund jenseits des eigentlichen Anlasses auftaucht. Das sollte man den Patienten klarmachen – vorher. mehr »

Streit um "Strafgebühr" im Krankenhaus

KBV-Chef Gassen fordert für Patienten, die mit Bagatellerkrankungen in die Notfallambulanz der Kliniken kommen, eine Gebühr. Das hält die DKG für "schlicht falsch". Die Linke mutmaßt: "Notaufnahmen nur für Reiche"? mehr »

Das hilft bei "Fettleber"

Patienten mit nichtalkoholischer Fettleber können sich selbst helfen - indem sie gesünder leben. Forscher haben Biomarker ausfindig gemacht, die offenbar die Veränderung der Leberfibrose vorhersagen können. mehr »