Ärzte Zeitung, 20.11.2008
 

Verurteilter Professor stimmt Erkennungsdienst zu

GÖTTINGEN (pid). Der Streit um die Vornahme einer erkennungsdienstlichen Behandlung bei einem Professor der Göttinger Universitätsmedizin hat eine neue Wendung genommen.

Der Wissenschaftler habe seine Klage zurückgenommen, teilte eine Sprecherin des Göttinger Verwaltungsgerichts mit. Der Professor, der rechtskräftig wegen des Besitzes von Kinderpornografie verurteilt ist, hatte gegen eine Anordnung der Polizeidirektion Göttingen geklagt.

Diese hatte ihm eine Vorladung geschickt, um von ihm Fingerabdrücke zu nehmen und Porträtaufnahmen zu fertigen, die gespeichert werden sollten. Der Professor hatte dies abgelehnt, weil er dies als Eingriff in seine Persönlichkeitsrechte betrachtete. Beruflich ist der Fall für den Professor noch nicht ausgestanden. Die Universität hat ihn suspendiert und Klage auf Entlassung aus dem Beamtenverhältnis erhoben.

Topics
Schlagworte
Panorama (31020)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tausende HPV-Tumoren pro Jahr sind vermeidbar

Viele Krebserkrankungen in Deutschland ließen sich durch einen HPV-Schutz vermeiden, so RKI-Berechnungen. Das Institut rät zum Impfen - das könnte auch bei Jungen sinnvoll sein. mehr »

Mit Kohlenhydrat-Tagen die Insulinresistenz durchbrechen

Typ-2-Diabetiker mit schwerer Insulinresistenz können vom Prinzip einer hundert Jahre alten Haferkur profitieren. Erfahrungsgemäß sprechen 70 Prozent der Betroffenen darauf an. mehr »

Kliniken in Nordrhein sind Vorreiter beim E-Arztbrief

Der Klinikbetreiber Caritas Trägergesellschaft West zählt zu den Vorreitern des elektronischen Arztbriefes über KV-Connect. Viele Niedergelassene sind bereits angeschlossen. mehr »