Ärzte Zeitung, 11.02.2010

Kicker werben für Organspende

22. Spieltag der ersten und zweiten Liga steht ganz im Zeichen der Aufklärung

BERLIN (hom). Mit einer breit angelegten Informationskampagne wollen Fußballclubs der ersten und zweiten Liga an diesem Wochenende für Organspende werben. In Deutschland warten derzeit etwa 12 000 Patienten auf ein Spenderorgan.

Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) gab am Donnerstag den Startschuss für die Aktion, die vom Verein "Sportler für Organspende" initiiert wurde und an der sich neben dem Gesundheitsministerium auch die Bundesliga-Stiftung und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) beteiligen. Geplant ist, dass in allen Fußballstadien, in denen an diesem Wochenende Spiele der Clubs der Bundesliga sowie der zweiten Liga stattfinden, über das Thema Organspende informiert wird.

Die Frage der Organspende sei bei vielen Bürgern noch mit "großen Ängsten" behaftet, sagte Rösler. Zwei Drittel der Bundesbürger würden sich zwar grundsätzlich für die Organspende aussprechen. "Doch nur jeder Fünfte hat einen Organspendeausweis bei sich." Das sei fatal, da allein in Deutschland jeden Tag drei Menschen verstürben, weil es an Spenderorganen fehle, so Rösler.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »