Ärzte Zeitung, 09.04.2010

Benefiz-Konzert als Zeichen der Solidarität

Ein Jahr nach dem tragischen Erdbeben in den italienischen Abruzzen hat die deutsche Botschaft ein Benefiz-Konzert für die Einwohner des Ortes Onna organisiert.

ROM (dpa). Auch ein Jahr nach dem Erdbeben reißt die deutsche Hilfe für den fast völlig zerstörten Abruzzen-Ort Onna nicht ab. Um dem Dorf nachhaltig helfen zu können, hat die deutsche Botschaft in Rom am Mittwochabend in der päpstlichen Basilika Santa Maria Maggiore ein Benefiz-Konzert mit Mozarts c-moll-Messe organisiert.

Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano würdigte in einer Grußbotschaft die deutsche Hilfe beim Wiederaufbau Onnas als "konkretes Zeichen für die engen Bande, die zwischen unserem Land und Deutschland bestehen." Beide Länder seien entschlossen, gemeinsam für den Frieden zu wirken.

Onna bei L'Aquila war von dem Erdbeben am 6. April 2009 am schlimmsten betroffen. 41 der 280 Einwohner kamen ums Leben. Weil die deutsche Wehrmacht 65 Jahre zuvor in Onna ein Massaker verübt hatte, konzentrierte Deutschland seine Hilfe auf diesen Ort - "gleichsam, um Geschichte zu wandeln", wie der deutsche Botschafter in Rom, Michael Steiner, sagte. Er hatte am Dienstag in Onna den Grundstein für ein neues Gemeindezentrum gelegt.

Um auch weiterhin zu helfen, wurde das Konzert organisiert. Begleitet vom Bach Collegium München führte der Münchner Bach-Chor die Messe unter Leitung von Hansjörg Albrecht auf.

Zum Jahrestag des Erdbebens in den Abruzzen geriet die italienische Regierung erneut in die Kritik, da der Schutt auf den Straßen der betroffen Orte weiterhin kaum geräumt ist.

Topics
Schlagworte
Panorama (32846)
Organisationen
Aquila (15)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »