Ärzte Zeitung, 27.02.2011

Kommentar

Erschreckende Perspektiven

Von Christoph Fuhr

Ausgegrenzt, schikaniert, oft unterernährt oder missbraucht: 1,2 Milliarden junge Menschen zwischen 10 und 19 Jahren leben auf diesem Planeten, die allermeisten haben erschreckende Zukunftsperspektiven.

Die UNICEF hat gerade einen neuen Bericht vorgelegt. Die Jugend sei bisher nicht genügend beachtet worden, resümiert die Organisation. Sie müsste von Regierungen ernst genommen werden - eine Forderung, die an Unverbindlichkeit kaum zu übertreffen ist.

Der UNICEF-Bericht zeigt, dass es Kernprobleme der Menschheit gibt, für die bisher nicht einmal im Ansatz Lösungen vorhanden sind. Bildung, Bildung, Bildung - der Schlüssel zum Erfolg? Mit dieser Erkenntnis allein ist ohne Konsequenzen niemandem gedient.

Es liegt an dieser Stelle nahe, darauf hinzuweisen, dass wir uns in der politischen Debatte in Deutschland im Vergleich zu diesen gewaltigen Herausforderungen aktuell eher mit bescheidenen Problemen herumschlagen.

Stichwort: die Affäre Guttenberg. Machen wir uns nichts vor: Viele der politischen Entscheidungsträger, ob pro oder contra Guttenberg, haben eines gemeinsam - die Lebenssituation von Jugendlichen in der Dritten Welt interessiert sie nicht die Bohne.

Lesen Sie dazu auch den Bericht:
Millionen Jugendliche weltweit ohne jede Perspektive

Topics
Schlagworte
Panorama (27125)
Personen
Christoph Fuhr (401)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Spermien auf Dope

Vielleicht sollten besser ältere als jüngere Männer kiffen: Cannabis scheint die Fruchtbarkeit zu mindern, aber vor Prostatakrebs zu schützen. mehr »

Mit Mikroben gegen Asthma

Künftige Asthma-Therapien könnten neben Antikörpern auch Mechanismen der körpereigenen Entzündungshemmung nutzen – oder Helicobacter pylori. mehr »

Ein Nigerianer und ein Serbe sichern die Versorgung im Norden

Lunden ist gelungen, woran andere Regionen scheitern: In einer kommunalen Eigeneinrichtung sichern zwei Ärzte ab Mai die Versorgung. mehr »