Ärzte Zeitung, 03.06.2013

Hochwasser

Kammer in Sachsen hilft Ärzten

DRESDEN. Die sächsische Landesärztekammer will Ärzten, die vom Hochwasser betroffen sind, Geld zur Verfügung stellen. Bis zu 2500 Euro können Ärzte bekommen, die privat oder beruflich durch die aktuelle Flut in finanzielle Bedrängnis geraten, teilte die Kammer mit.

Man wolle "schnell und unbürokratisch helfen", erklärte Kammersprecher Knut Köhler. Die Anträge können direkt an die Kammer gerichtet werden, telefonisch oder schriftlich. Die Höhe und Art des Schadens muss im Antrag dargelegt werden.

Die Gelder sollen aus dem Fonds der Sächsischen Ärztehilfe kommen. Diesen gibt es bereits seit Anfang Mitte der 90er Jahre, um Ärzte und Familien "vor dringender Not zu schützen".

Schon Hilfe bei Flut 2002

Vom Hochwasser betroffen war am Wochenende zunächst Westsachsen, inzwischen sind im gesamten Freistaat katastrophenartige Zustände zu vermelden. Ortschaften werden teilweise evakuiert - und erste Vergleiche mit der "Jahrhundertflut" von 2002 gezogen.

Schon bei der Flut 2002 stellte die Ärztekammer Hilfen zur Verfügung, aus dem Fond der Ärztehilfe und von einem Spendenkonto. "250 Ärzte haben damals die Hilfe der Kammer in Anspruch genommen", so Sprecher Knut Köhler.

Es soll möglichst allen geschädigten Ärzten geholfen werden. Am Mittwoch werde der Vorstand der Kammer das Hilfsprogramm beschließen. (tt)

Ist ihre Praxis von der Flut betroffen? Schreiben Sie uns: gp@springer.com

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Borderline und Psychosen "heilen" mit Antiepileptika

Manche psychisch Kranken brauchen keine Neuroleptika, sondern Antikonvulsiva. Tauchen im EEG bestimmte Muster auf, ist das ein Hinweis auf eine paraepileptische Psychose. mehr »

Epilepsierisiko nach Sepsis erhöht

Überleben Patienten eine Sepsis, ist die Gefahr epileptischer Anfälle in den folgenden Jahren vier- bis fünffach erhöht. mehr »

PKV muss für unverheiratete Paare zahlen

Nach Überzeugung des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe ist die Beschränkung der Kostenerstattung für eine künstliche Befruchtung auf Ehepaare in der PKV unzulässig. mehr »