Ärzte Zeitung, 13.05.2016

Doping

WADA prüft neue Vorwürfe gegen Russland

MONTREAL. Neue Enthüllungen über mutmaßlich gedopte russische Sportler bei den Olympischen Winterspielen 2014 alarmieren die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA.

In einer Erklärung nach einer Sitzung des Stiftungsrates in Montreal vom Donnerstag hieß es: "Seien Sie versichert, dass sich die WADA umgehend mit diesen zusätzlichen Anschuldigungen beschäftigen wird." Der Stiftungsrat ist höchstes Entscheidungsgremium der Agentur.

Grigori Rodschenkow, ehemaliger Chef des russischen Doping-Kontrolllabors, hatte der "New York Times" die detaillierte Planung, Anwendung und Vertuschung staatlichen Dopings Dutzender Sportler geschildert.

Nach seinen Angaben waren 15 russische Medaillengewinner bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 gedopt. Keiner der russischen Athleten war damals des Dopings überführt worden. Das Team gewann in Sotschi 33 Medaillen.

Laut Rodschenkow gaben Monate vor den Spielen Athleten saubere Urinproben ab und begannen anschließend zu dopen. Während der Spiele seien dann die Urinproben von Dopingsündern gegen saubere ausgetauscht worden. Rodschenkows Aussagen können bislang allerdings nicht unabhängig bestätigt werden. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Ausreichend Folsäure schützt Hypertoniker vor Schlaganfall

Bestimmte Hypertoniker sollten auf eine gute Folsäureversorgung achten. Dadurch können sie ihr Schlaganfallrisiko deutlich senken. mehr »

Feinsinnige Geister und Antisemiten

Ein neues Buch beleuchtet die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin während des Nationalsozialismus. Am Fallbeispiel Emil von Bergmann erkennen Leser, wie zwiegespalten die DGIM-Mitglieder waren. mehr »

Saunieren schützt vor Schlaganfall

Möglicherweise beugt häufiges Saunieren Hirninfarkten vor. In einer finnischen Studie war die Schlaganfallrate bei Saunafans um 60 Prozent reduziert - dafür mussten Saunagänger aber einen Faktor beherzigen. mehr »