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Vitamine für ewige Gesundheit? Abraten müssen Ärzte nicht!

BALTIMORE (mal). Schützen Präparate mit Vitaminen und Spurenelementen vor chronischen Krankheiten und Krebs? Kollegen machen es richtig, wenn sie von einer solchen Supplementation nicht abraten - sie aber auch nicht ausdrücklich empfehlen, melden jetzt US-Forscher.

Veröffentlicht:

Professor Han-Yao Huang aus Baltimore im US-Staat Maryland und sein Team haben Studien zum Effekt von Vitaminen und Spurenelementen auf das Auftreten chronischer Krankheiten analysiert. Ihr Ergebnis: Kontrollierte Studien dazu gibt es nur wenige (Ann Intern Med 145, 2006, 372). Zu viel sollte man von Nahrungsergänzung nicht erwarten, aber Hinweise auf positive Effekte gebe es schon.

Zumindest legten zwei Studien nahe, daß Vitamine plus Spurenelemente schlecht ernährte Menschen vor Krebs schützen könnten, so die US-Forscher. Und das bei allgemein guter Verträglichkeit der Präparate, wie alle analysierten Studien bestätigt hätten.

In einer Studie aus Frankreich war zum Beispiel bei Zusatz von Vitamin C, Vitamin E, Beta-Karotin, Selen und Zink die Krebsrate bei Männern um 30 Prozent niedriger als ohne die Nahrungsergänzung. Frauen in der Studie, die gesünder lebten als die Männer und im Mittel auch jünger waren, profitierten dagegen von der Nahrungsergänzung nicht.

Hypertonie und Herzkrankheiten können durch Vitamine und Spurenelemente wohl nicht hinausgezögert werden, jedoch das Fortschreiten der altersabhängigen Makuladegeneration durch Zink/Antioxidantien. Aussagekräftige Daten zum Effekt der Supplementation auf Diabetes, Osteoporose oder etwa COPD gibt es nach Angaben der US-Forscher gar keine.

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