Ärzte Zeitung, 03.11.2005

Briefmarke mit Robert Koch

Zum 100jährigen Jubiläum der Nobelpreis-Vergabe

Robert Koch und Tuberkelbazillen: die neue Sonderbriefmarke. Foto: Deutsch Post

BERLIN (ug). Zum Jubiläum der Nobelpreis-Vergabe an Robert Koch (1843 bis 1910) erscheint heute eine Sonderbriefmarke. Bundesfinanzminister Hans Eichel wird den Erstdruck in Berlin vorstellen, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte.

1905 wurde Robert Koch für seine Entdeckung der Erreger der Tuberkulose mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet. Auf der Briefmarke sind denn auch neben dem Porträt des Mediziners ein Mikroskop und eine mikroskopische Aufnahme der von Koch entdeckten Tuberkelbazillen zu sehen.

Robert Koch gilt als ein "Vater der Bakteriologie". Er züchtete Mikroben auf speziellen, von ihm entwickelten Nährböden. Als Amtsarzt in Wollstein (heute Wolstyn in Polen) gelang es ihm 1876, die bis dahin unverstandene Infektionskette des Milzbrand-Erregers zu entschlüsseln und damit als erster einen Mikroorganismus als Ursache einer Infektion zu belegen.

1880 wechselte Koch nach Berlin an das Kaiserliche Gesundheitsamt. Dort entdeckte er 1882 den Tuberkelbazillus und kurz darauf das Cholera-Bakterium. 1881 wurde das "Königlich Preußische Institut für Infektionskrankheiten" eröffnet, aus dem das RKI hervorgegangen ist.

Briefmarkensammler können heute zwischen 9 und 12 Uhr im Foyer des RKI einen Sonderstempel erhalten, den es nur heute gibt.

Topics
Schlagworte
Events (716)
Organisationen
RKI (2014)
Krankheiten
Tuberkulose (876)
Personen
Hans Eichel (55)
Robert Koch (109)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Kein Darmkrebs-Screening ab 45 Jahren

Der GBA lehnt die Senkung der Altersgrenzen beim Darmkrebs-Screening ab. Dagegen soll das organisierte Einladungsverfahren zur Früherkennung ab Juli 2019 starten. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »