Ärzte Zeitung online, 23.09.2019

Umfrage

Jeder Fünfte in Deutschland ist tätowiert

Der Trend zum Tätowierenlassen scheint ungebrochen anzuhalten. Inzwischen trägt jeder fünfte Bundesbürger ein Tattoo. Wer es wieder loswerden will, muss sich künftig an Ärzte wenden.

run02_8271164-A.jpg

Im Trend: Fast jeder zweite Bundesbürger unter 30 ist inzwischen tätowiert.

© Drobot Dean / stock.adobe.com

BAIERBRUNN. Mehr als jeder fünfte Bundesbürger ist einer Umfrage zufolge tätowiert. 21,0 Prozent der Frauen und Männer sagten, sie hätten eine oder mehrere Tätowierungen.

Damit hat sich der Anteil der Tätowierten in den vergangenen sieben Jahren fast verdoppelt (2012: 11,4 Prozent). Das berichtet die „Apotheken Umschau“ unter Berufung auf eine Umfrage des Ipsos-Instituts.

Besonders verbreitet sind Tattoos unter den 20- bis 29-Jährigen: Fast jeder Zweite (47,1 Prozent) von ihnen ist tätowiert, von den 30- bis 39-Jährigen hat jeder Dritte (33,9 Prozent) ein oder mehrere Tattoos. Gab es vor 30 Jahren bundesweit gerade einmal zwei Dutzend Inhaber von Tattoostudios, sind es dem Bericht zufolge inzwischen rund 8000.

Auf Ärzte könnte in Zukunft damit ein zusätzliches größeres Arbeitsfeld zukommen. Sollten sich die Tätowierten nämlich irgendwann von ihrem Hautschmuck wieder trennen wollen, darf der dazu nötige Laser nur noch von Medizinern eingesetzt werden. Das hat bereits im vergangenen Oktober der Bundesrat entschieden.

Damit Ärzte durch Weiter- oder Fortbildungen die nötige Qualifikation nachweisen können, tritt die Neuregelung aber erst Ende 2020 in Kraft. (dpa/run)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Grundlegend neue Pflegefinanzierung gefordert

Die Pflegeversicherung verfehle ihren Gründungsgedanken, Menschen vor einem Armutsrisiko zu bewahren, moniert die DAK und legt neue Finanzierungsvorschläge vor. mehr »

Grundlegend neue Pflegefinanzierung gefordert

Die Pflegeversicherung verfehle ihren Gründungsgedanken, Menschen vor einem Armutsrisiko zu bewahren, moniert die DAK und legt neue Finanzierungsvorschläge vor. mehr »

So werden Demenzkranke ruhig

Viel Aktivität draußen, Berührung und Musik beruhigen aufgebrachte Demenzkranke wirksamer als Arzneien. Darauf deuten Resultate einer großen Analyse. mehr »