Ärzte Zeitung, 13.06.2012

Highlights 1998

Der EuGH reißt Grenzen ein

Der EuGH reißt Grenzen ein

Luxemburg, 29. April 1998. In einem wegweisenden Urteil verpflichtet der Europäische Gerichtshof Krankenversicherungen dazu, auch medizinische Leistungen aus dem EU-Ausland zu bezahlen.

In einem Fall wollte ein luxemburgischer Bürger seine in Belgien gekaufte Brille erstattet haben, in einem anderen hatte die Tochter eines Luxemburgers bei einem Zahnarzt in Trier eine Zahnregulierung machen lassen.

Laut EuGH sind die Kassen zu ihren jeweiligen nationalen Bedingungen zur Erstattung verpflichtet, weil auch sie sich an den Grundsatz der Dienstleistungsfreiheit des Europavertrages halten müssen.

Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer hält das Urteil für falsch und gefährlich; er will des für Deutschland nicht anerkennen, weil er einen Gesundheitstourismus befürchtet.

Andere Stimmen meinen, sie könnten mit diesem Urteil das deutsche Sachleistungssystem aushebeln. Beides erweist sich als Irrtum.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Neue Hoffnung auf wirksame Alzheimer-Therapie

Lässt sich der Krankheitsverlauf bei Alzheimer mittels Antikörper doch bremsen? Erstmals deutet sich ein solcher Erfolg in einer größeren Studie an. Das weckt Hoffnungen. mehr »

Was die Datenschutz-Folgenabschätzung ist

Praxen, Kliniken und MVZ, die in großem Stil Patientendaten verarbeiten, müssen laut DSGVO eine Datenschutz-Folgenabschätzung absolvieren. Medizinrechtler erläutern, wie das geht und was das überhaupt ist. mehr »

Tele-Hausarzt horcht aus der Ferne ab

Dr. Rafael Walocha betreut als Tele-Hausarzt Bewohner eines Pflegeheims per Video. Dabei kann er die Patienten sogar elektronisch auskultieren. Arzt und Patienten sind begeistert. mehr »