Ärzte Zeitung, 18.04.2007

GESUNDE SCHULE

Zahl der Unfälle mit Schulbussen geht zurück

MÜNCHEN (dpa). Die Zahl der Schulbusunfälle in Deutschland sinkt. Von 2001 bis 2005 ging die Zahl der in Bussen und an Haltestellen verletzten Schüler um mehr als ein Viertel auf etwa 8000 zurück, wie der Bundesverband der Unfallkassen in München mitteilte.

Häufig betroffen sind der Studie zufolge Kinder unter 15 Jahren: Drei von vier betroffenen Schülern gehörten zu dieser Altersgruppe. Während in den 90er Jahren die Unfallzahlen gestiegen waren, hat sich der Trend seit einigen Jahren umgekehrt. Die Aktionen zur Sicherheit der Schulwege scheinen Erfolge zu zeigen, hieß es dazu beim Bundesverband.

Mehr als die Hälfte der Unfälle ereignete sich während des Aufenthalts im Schulbus (57,5 Prozent), gefolgt von Unfällen beim Ein- und Aussteigen (gut 22 Prozent), beim Warten an der Haltestelle (gut 15 Prozent) und beim Überqueren der Fahrbahn (gut 5 Prozent). Dabei wurden vor allem zu Schulbeginn viele Schüler verletzt.

Ein Fünftel aller Unfälle ging auf Prügeleien zurück, an denen Jungen mit 64 Prozent besonders oft beteiligt waren. Die Studie zeigte zudem: Dass das Aggressions-Potenzial nach dem Unterricht deutlich erhöht war.

Topics
Schlagworte
Schule (682)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tumorpatienten bei Schmerztherapie unterversorgt

Viele Krebskranke erhalten keine adäquate Schmerztherapie. Das hat eine erste Analyse der Online-Befragung "PraxisUmfrage Tumorschmerz" ergeben. mehr »

ADHS-Arznei lindert Apathie bei Alzheimer

Eine Therapie mit Methylphenidat kann die Apathie bei Männern mit leichter Alzheimerdemenz deutlich zurückdrängen. mehr »

Zehn Jahre "jünger" durch Sport

Wer Sport treibt, ist motorisch gesehen im Schnitt zehn Jahre jünger als ein Bewegungsmuffel. mehr »