Ärzte Zeitung, 06.01.2017

Fünf Teller Nudeln

Was Körper von Profifußballern leisten

Ein 90-minütiges Fußballspiel ist auch für Profisportler eine große körperliche Belastung. Welch große, das hat sich eine Ernährungsplattform angeschaut.

Was Körper von Profifußballern leisten

Jede Menge Nudeln könnten Profifußballer nach einem Spiel essen – allein, um den Kalorienverlust auszugleichen.

© Printemps / Fotolia

NEU-ISENBURG. Wenn in der Champions League die besten Fußballmannschaften Europas gegeneinander antreten, ist das für die Zuschauer oft ein Fernsehabend voller sportlicher Highlights. Für die Fußballer selbst bedeutet ein 90-minütiges Spiel körperliche Belastung auf höchstem Niveau.

Die in Berlin ansässige Internet-Ernährungsplattform MeinBauch.net hat die durchschnittlichen Laufstrecken von Profispielern analysiert.

Alle fünf Sekungen Änderung der Laufrichtung

"In einem normalen Spiel laufen Fußballer zehn bis elf Kilometer in ziemlich gemäßigtem Tempo, sprinten ungefähr 800 bis 1200 Meter, beschleunigen 40 bis 60 mal und ändern die Laufrichtung etwa alle fünf Sekunden", berichtet Gesundheitsredakteurin Maria Windfelder.

Aber: Die laufstärksten Spieler sind keineswegs die torstärksten! Im Gegenteil, sagt Windfelder: "Nach Untersuchungen der Deutschen Fußball Liga (DFL) liefern die Topläufer eher die Vorlagen."

Legt man einen Durchschnittswert von 1300 verbrauchten Kalorien pro Spiel zugrunde, müsste ein Spieler fast ein Kilo gekochter Nudeln essen, um die verbrannten Kalorien wieder aufzufüllen – das entspricht fünf vollen Tellern.

Kohlenhydrate konstant Aufrecht erhalten

Um gut durchs Spiel zu kommen, füllen viele Spieler schon während der Halbzeitpause die Energiereserven mit Snacks wieder auf: "Studien zeigen, dass Spieler Leistungseinbußen in der zweiten Halbzeit verzeichnen, wenn sie während eines Spiels nicht regelmäßig Kohlenhydrate zu sich nehmen", so Windfelder.

Den Nutzen von Kohlenhydraten belege auch eine Studie des schwedischen Wissenschaftlers Bengt Saltin, der zwei Mannschaften gegeneinander antreten ließ. Nur ein Team wurde zuvor mit Kohlenhydraten versorgt. Das Team mit Kohlenhydraten lief in der ersten Hälfte 20 Prozent mehr, in der zweiten waren es sogar 50 Prozent. (aze/eb)

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