Ärzte Zeitung, 27.07.2005

Ehemalige Biathletin mit Anti-Doping-Preis geehrt

Antje Harvey hatte sich in der DDR geweigert, Dopingpräparate einzunehmen

Die Biathlon-Olympiasiegerin von 1992 Antje Harvey ist mit der Heidi-Krieger-Medaille, dem europaweit einzigen Preis für engagiertes Wirken gegen Doping im Spitzensport, ausgezeichnet worden. Die Doping-Opfer-Hilfe in Weinheim hat die Medaille bereits zum vierten Mal verliehen.

"Ihre hartnäckige Weigerung, als DDR-Athletin leistungsfördernde Substanzen einzunehmen, führte zu Repressalien und zum Ausschluß aus dem Leistungssport", sagte der Vorsitzender der Doping-Opfer-Hilfe, der Sportmediziner Dr. Klaus Zöllig.

"Erst nach der Wende begann ihr sportliches Comeback, welches mit olympischem Gold gekrönt wurde. Sie hat damit bewiesen, daß man Doping widerstehen und trotzdem die Weltspitze erreichen kann." Vor zwei Jahren hatte der Sporthistoriker Dr. Giselher Spitzer die 3. Heidi-Krieger-Medaille erhalten. (Smi)

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