Ärzte Zeitung, 18.01.2007

Jonglieren baut Stress ab und schult Koordination

Artistische Sportart erlebt Boom / Geeignet für Menschen jeden Alters / In der Gruppe lernt es sich am besten

MAINZ (ddp). Jonglieren fasziniert immer mehr Kinder und Erwachsene. So schwierig es aussieht, die Bälle oder Keulen künstlerisch in der Luft zu balancieren, mit Geduld lässt sich das von jedem erlernen. Ganz nebenbei schult die artistische Sportart das Koordinationsvermögen und hilft zu entspannen.

Ein junger Mann jongliert auf dem Hamburger Rathausmarkt mit fünf Gummibällen. Foto: ddp
 

"Jonglieren stellt einen sehr hohen Anspruch an die Körperkoordination", sagt Rita Schnabel, die deutsche Ländervertreterin der European Juggling Association (EJA). "Außerdem ist es eine tolle Möglichkeit, den Kopf nach einem stressigen Tag frei zu bekommen", unterstreicht die 37-Jährige.

Als einfachstes und zugleich bekanntestes Jongliermuster gilt die Kaskade. Mehrere Gegenstände werden dabei so hochgeworfen und aufgefangen, dass der Zuschauer den Eindruck bekommt, die Objekte würden sich in der Form einer liegenden Acht vor dem Körper bewegen.

"Anfänger sollten mit zwei Tennisbällen beginnen und diese wie in einer Dreiecksform abwechselnd mit der linken Hand nach rechts oben und mit der rechten Hand nach links oben werfen", erläutert die Jongleurin. "Wichtig ist, dass alle Gegenstände gleich schwer sind."

Erste Erfolge stellten sich bereits nach etwa einer Stunde ein. "Besonderen Spaß macht es, mit mehreren Leuten zu jonglieren. Dann kann man auch lernen, sich während einer Übung Bälle gegenseitig zuzuwerfen." Mit Keulen zu jonglieren, sei dagegen schwieriger, so Schnabel. "Daran sollten sich nur Fortgeschrittene versuchen."

    Erste Erfolge stellen sich schon rasch ein.
   

Die beim Publikum beliebten Kaskaden mit brennenden Fackeln oder anderen potenziell gefährlichen Gegenständen sollten nur von Profis geübt werden. Geeignet ist Jonglieren für Menschen jeden Alters. "Allerdings ist das Bewegungstalent bei jedem unterschiedlich.

Schnabel empfiehlt, das Jonglieren in einer Gruppe zu erlernen. Dort bekommen Anfänger Tricks verraten und erhalten die nötige Portion Motivation. Kurse werden unter anderen an Volkshochschulen, von Sportvereinen oder im Breitensportprogramm von Universitäten angeboten.

Weitere Infos gibt es im Internet unter www.kaskade.de, www.eja.net und www.jongliertricks.de

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