Ärzte Zeitung, 29.10.2008
 

Ausgezeichnete Ideen, die eine Zukunft haben

Janssen-Cilag-Zukunftspreis für Modelle zur Patientensicherheit, Heimversorgung und Ärzteausbildung

NEUSs (iss/HL). Was macht die Patientenversorgung besser und sicherer - was hilft Ärzten und Pflegeberufen bei ihrer täglichen Arbeit?

Kontinuierliche ärztliche Betreuung gesichert: im Berliner Projekt "Die Pflege mit dem Plus".

Fotos: Janssen-Cilag

Es gibt sie wirklich: zündende Ideen, die eine Zukunft haben und die sich als tauglich für den Praxisalltag erweisen. Das Unternehmen Janssen-Cilag zeichnet alle zwei Jahre solche Modelle mit einem Zukunftspreis aus - die Entscheidung darüber treffen sieben Juroren.

Drei Modelle für beispielhafte Verbesserungen in der Patientenversorgung haben vor kurzem den Janssen-Cilag-Zukunftspreis erhalten: das Aktionsbündnis Patientensicherheit, das für eine neue, repressionsfreie Fehlerkultur in Krankenhäusern wirbt und das sich zum Ziel gesetzt hat, aus geschehenen oder Beinahe-Fehlern zu lernen; das Berliner Projekt "Die Pflege mit dem Plus", mit dem die kontinuierliche ärztliche Versorgung durch Heimärzte sichergestellt wird; und schließlich ein neues Ausbildungsmodell für Medizinstudenten an der Universität Münster, in dem die angehenden Ärzte mit professionell simulierenden Patienten, dargestellt von Schauspielern, Diagnostik erlernen. Die Preise sind mit jeweils 3000 Euro dotiert.

"Wir wollen neue Ideen, die Zukunft haben", sagte Toon Overstijns, Vorsitzender der Geschäftsführung von Janssen-Cilag bei der Preisverleihung in Neuss. Dass die mit dem Zukunftspreis ausgezeichneten Projekte nachhaltig sind, beweisen die Preisträger früherer Jahre. Fast alle Modelle existieren noch.

Lesen Sie dazu auch:
"Wir wollen neue Ideen, die eine Zukunft haben"
Gegen den Mythos der Unfehlbarkeit
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