Ärzte Zeitung, 23.09.2009

Neue Standards für Biopsie bei Brustkrebs-Verdacht

Vereinbarung von KBV und GKV gilt ab Oktober

BERLIN (HL). KBV und GKV-Spitzenverband haben neue Standards für die Gewebeentnahme durch Vakuumbiopsie vereinbart. Sie machen die Indikation für Operationen bei Brustkrebs sicherer.

Verbindlich wurde nun eine Mindestanzahl an Vakuumbiopsien pro Arzt festgelegt. Außerdem wurden spezielle Anforderungen an die Apparate, an den Ablauf der Gewebeentnahme und an eine externe Ergebnisprüfung definiert. Bislang war dies freiwillig.

Gerade angesichts der 2005 in Deutschland begonnenen Einführung eines flächendeckenden Mammografie-Screenings für die über zehn Millionen Frauen zwischen 50 und 69 ist eine qualitätsgesicherte Abklärung bei Brustkrebsverdacht außerordentlich wichtig. Die Evaluation des Screenings ergab zwar, dass die Vorgaben der europäischen Leitlinie zur Treffsicherheit erreicht werden. Dennoch erweisen sich 90 Prozent der Verdachtsfälle nach Mammografie bei weiterer Diagnostik als unbegründet.

Lesen Sie dazu auch:
Mammografie-Screening - Eröffnungsbilanz mit vielen blinden Flecken

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