Ärzte Zeitung, 23.11.2009

Onko-Wissen schneller umsetzen!

zur Großdarstellung klicken

Neuer Präsident: Professor Harald zur Hausen.

Foto: Deutsche Krebshilfe

BERLIN (hom). Der neu gewählte Präsident der Deutschen Krebshilfe, Harald zur Hausen, hat einen rascheren Transfer neuer Erkenntnisse aus der Krebsforschung in die Versorgungspraxis gefordert. Die Krebsforschung in Deutschland habe in den vergangenen Jahren einen enormen Erkenntnisgewinn erzielen können, sagte zur Hausen. "Wir verstehen die wesentlichen Ursachen und Entstehungswege von Krebserkrankungen zunehmend besser." Nun komme es darauf an, das neue Wissen möglichst rasch in die klinische Versorgung krebskranker Menschen zu transportieren.

Zur Finanzierung der Translationalen Forschung bedürfe es einer engen Zusammenarbeit zwischen privaten Förderorganisationen und öffentlicher Hand, sagte zur Hausen. Die neue Bundesregierung müsse den von der Vorgängerregierung aufgelegten Nationalen Krebsplan fortführen und die darin festgeschriebenen Ziele rasch umsetzen. Laut Deutscher Krebshilfe erkranken jährlich mehr als 430 000 Menschen neu an Krebs, etwa 210 000 sterben daran.

Zur Hausen, der für seine Forschung auf dem Gebiet der Tumor-Virologie 2008 den Medizin-Nobelpreis erhalten hat, wurde vergangene Woche zum neuen Präsidenten der Deutschen Krebshilfe gewählt (wir berichteten kurz). Er folgt auf Dagmar Schipanski, die zehn Jahre lang an der Spitze der Organisation stand.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

SPD will "Ende der Zwei-Klassen-Medizin"

Nach dem knappen Abstimmungsergebnis pro GroKo-Verhandlung geht es nun darum, die auf dem SPD-Sonderparteitag angesprochenen "Nachbesserungen" in den Koalitionsvertrag reinzuverhandeln. Die KBV reagiert skeptisch. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »