Ärzte Zeitung, 08.02.2010

Walser: Sterbehilfe wird künftig selbstverständlich

ÜBERLINGEN (dpa). Der Schriftsteller Martin Walser ist davon überzeugt, dass Sterbehilfe in der Zukunft zum Leben dazugehören wird.

"Ich bin sicher, in 100 Jahren wird man uns zum Mittelalter zählen, weil wir das Aufhören des Lebens der Natur ganz überlassen haben", sagte Walser in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur anlässlich des Erscheinens seiner Novelle "Mein Jenseits". "

Das wird sich so entwickeln, dass es dann verständig, akzeptabel und allgemein praktizierbar ist", sagte der 82-jährige Autor voraus. "Dieser Naturalismus des Sterbens, dass die Leute bis zum Schluss bei Bewusstsein leiden müssen, wird keinen Bestand haben". Denn aus Walsers Sicht reden meist diejenigen, die gerade gar nicht leiden, davon, dass andere das Leiden aushalten sollen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Versorgung psychisch kranker Kinder ist ein Flickenteppich

Der Trend bei den psychischen Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen ist stabil. Eine einheitliche Versorgungslandschaft besteht in Deutschland aber nach wie vor nicht. mehr »

„Mütter sind die zentralen Ansprechpartner“

In dieser Woche werben Urologen für die HPV-Impfung. Vor allem bei Jungen besteht Nachholbedarf. Wie können sie für eine Impfung gewonnen werden? mehr »

Mama leckt den Schnuller ab – kein Tabu

Botschaft einer neuen US-Studie: Das Ablutschen kann Vorteile fürs Immunsystem der Kinder haben. mehr »