Ärzte Zeitung, 07.04.2010

EU-Parlament will Kampf gegen Krebs forcieren

BRÜSSEL (spe). Mit verstärkten Maßnahmen zur Krebsbekämpfung soll die Zahl der Menschen mit Tumorerkrankungen in der Europäischen Union bis zum Jahre 2020 deutlich sinken.

Der Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments (EP) stimmte einem entsprechenden Bericht zu. Das Parlament unterstützt mit seinem Beschluss die EU-Kommission dabei, eine Europäische Partnerschaft für Maßnahmen zur Krebsbekämpfung im Zeitraum 2009 bis 2013 einzurichten.

Ziel ist es, Informationen und Fachkenntnisse in der Krebsprävention auf europäischer, nationaler, regionaler und lokaler Ebene effektiver und schneller auszutauschen. Außerdem werden die EU-Staaten dazu aufgerufen, schnellstmöglich integrierte Pläne zur Krebsbekämpfung aufzustellen.

Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in der Europäischen Union und für zwei von zehn Todesfällen bei Frauen sowie für drei von zehn Todesfällen bei Männern verantwortlich. "In naher Zukunft werden wir die Krankheit zwar nicht ausrotten können. Aber wir haben die Chance, Krebs frühzeitig zu erkennen und zu behandeln", so der CDU-Gesundheitsexperte im Europa-Parlament, Dr. Thomas Ulmer.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »

Vorsicht vor E-Mail-Anhängen und Links!

Die meisten Cyber-Angriffe laufen über das elektronische Postfach - daher ist ein gesundes Misstrauen bei jeder E-Mail wichtig, betont Sven Weizenegger. Der Profi-Hacker gibt im Interview Tipps, worauf zu achten ist. mehr »