Ärzte Zeitung, 14.04.2011

Psychotherapie bei Sucht auch ohne Abstinenz

BERLIN (HL). Der Gemeinsame Bundesausschuss erlaubt Patienten, die von Alkohol, Drogen oder Arzneien abhängig sind, ausnahmsweise auch dann eine ambulante Psychotherapie, wenn diese Patienten noch nicht abstinent sind.

Nach dem gestrigen Beschluss gilt dies nur dann, wenn der Patient Schritte unternommen hat, um eine "baldige Abstinenz" herbeizuführen.

Diese Abstinenz muss bis zum Ende von maximal zehn Behandlungsstunden erreichbar sein. Bei einem Rückfall darf die Psychotherapie nur dann fortgesetzt werden, wenn unverzüglich Maßnahmen zur Abstinenz ergriffen werden.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Nervenärzte schlagen Alarm

Der Spitzenverband ZNS ist besorgt: Die Versorgung von Demenz-, Parkinson- und Schlaganfallpatienten gerate in Gefahr, warnen die Nervenärzte. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »