Ärzte Zeitung, 26.04.2012

Bundestag will bessere Versorgung bei PTBS

BERLIN (bee). Der Bundestag hat ein Gesetz zur Unterstützung der Soldaten nach der Rückkehr aus dem Auslandseinsatz auf den Weg gebracht. Dabei geht es auch um die Versorgung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS).

"Wir im Ausschuss werden akribisch darauf achten, dass die Bundeswehr das Gesetz umsetzt", sagte Verteidigungspolitikerin Elke Hoff (FDP) der "Ärzte Zeitung".

Hoff erklärte, dass sie Gespräche zwischen der Bundespsychotherapeutenkammer und der Bundeswehr initiiert hat, um so schnell wie möglich eine bessere Versorgung bei PTBS zu erreichen.

Der Bundeswehr fehlen rund 40 Psychotherapeuten für die PTBS-Versorgung. Im Jahr 2011 erkrankten 922 Soldaten an PTBS. Im ersten Quartal 2012 meldete die Bundeswehr 305 neue Betroffene.

Experten gehen davon aus, dass es eine hohe Dunkelziffer gibt. Eine Studie dazu wird derzeit an der TU Dresden erarbeitet.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alzheimer-Anzeichen schon 25 Jahre vor Ausbruch

Die Alzheimer-Demenz kündigt sich in einigen Formen offenbar lange vor Krankheitsbeginn an. Das bringt Zeit, um die Erkrankung zu verhindern - womöglich sogar zwei Jahrzehnte. mehr »

Placebo ist nicht gleich Placebo

Ein Scheinmedikament zu verordnen, gilt manchen Ärzten als anrüchig - andere halten es für legitim. Bei vielen hängt es davon ab, woraus das spezielle Placebo besteht. mehr »

Wie Ärzte Hausbesuche richtig delegieren

Das EBM-Kapitel 38 macht den NäPA-Hausbesuch auch für Fachärzte interessant. Was abgerechnet werden darf, hängt nämlich entscheidend von der Qualifikation der Praxismitarbeiterin ab. mehr »