Ihre Meinung ist gefragt: Machen Sie bei unserer Online-Umfrage mit!

Ärzte Zeitung, 07.12.2012

Missbrauch

Opfer warten vergeblich auf Unterstützung

BERLIN. Ein Jahr nach Vorlage der Empfehlungen des Runden Tisches gegen sexuellen Kindesmissbrauch hat der unabhängige Regierungsbeauftragte Johannes-Wilhelm Rörig eine äußerst kritische Bilanz gezogen.

Der Entwurf eines Opfer-Schutzgesetzes schlummere nunmehr seit 18 Monaten im Justizausschuss des Bundestages. Die Betroffenen hätten immer noch keine Sicherheit, ob es denn überhaupt zu dem zugesagten 100-Millionen-Euro-Hilfsfonds von Bund und Ländern kommt, kritisierte Rörig am Donnerstag in Berlin.

"Das Schweigen der Politik, der Bundesregierung und der 16 Bundesländer ist für Betroffene unerträglich."

Positiv sei aber, dass die Öffentlichkeit heute sensibler auf das Thema reagiere.

Der Runde Tisch hatte zahlreiche Fälle von jahrelangem sexuellen Kindesmissbrauch in Kirchen, Schulen und Heimen aufgearbeitet und Empfehlungen zu Prävention, Opferschutz und Entschädigung gemacht. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Offenbar liegt‘s am Bauchspeck

Wer genetisch bedingt schon als Kind zu Übergewicht neigt, hat auch ein erhöhtes Risiko für Typ-1-Diabetes. mehr »

Jahrhundert-Chance oder Anmaßung?

Darf der Mensch alles, was er kann? Wieder einmal stellt sich diese Frage, seit in den USA erfolgreich Embryonen-DNA verändert wurde. Zwei Redakteure der "Ärzte Zeitung" diskutieren das Für und Wider. mehr »

Ärzte in Barcelona haben schnell reagiert

Ärzte – vor allem Chirurgen – und Pflegefachkräfte in Barcelona und Tarragona standen nach den Terroranschlägen sofort parat. Zwölf Menschen kämpfen jedoch noch immer um ihr Leben. mehr »