Ärzte Zeitung, 26.04.2013
 

Leitartikel

Frühwarnsystem auf EU-Ebene soll schwarze Schafe enttarnen

Der Fall eines niederländischen Neurologen, der trotz umfangreicher Ermittlungen gegen seine Person in Deutschland praktizieren konnte, hat gezeigt, wie wichtig ein grenzüberschreitender Informationsaustausch ist. BÄK und Behörden beraten.

Von Ingeborg Bördlein

Frühwarnsystem auf EU-Ebene soll schwarze Schafe enttarnen

In Zukunft soll es für kriminell gewordene Ärzte unmöglich sein, in einem anderen EU-Land unbehelligt weiter arbeiten zu können.

© fotomek / fotolia.com

Wie kann verhindert werden, dass schwarze Schafe in weißen Kitteln weiter unbehelligt ihren Beruf ausüben können? Darüber haben sich die obersten Gesundheitsbehörden der Länder auf Initiative der baden-württembergischen Sozialministerin Karin Altpeter (SPD) bereits im Februar ausgetauscht.

Es soll ein Meldesystem geschaffen werden, das es ermöglicht, die zuständigen Behörden sowohl innerhalb Deutschlands als auch europaweit darüber zu informieren, wenn Angehörigen eines Gesundheitsberufs - besonders Ärzten - auch nur vorübergehend die Ausübung ihres Berufs untersagt wird oder ein Strafverfahren im Zusammenhang mit der Ausübung ihres Berufs gegen sie eröffnet wird.

Am 25. April nun wurde in einer gemeinsamen Sitzung der AG "Heilberufe und Kammern" der Bundesärztekammer und der AG "Berufe im Gesundheitswesen" der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden (AOLG) erörtert, wie Meldeverfahren effektiv und praktikabel umgesetzt werden können ...

Jetzt gleich lesen ...Jetzt gleich lesen ...

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gegen Husten taugen Medikamente wenig

Abwarten und Tee trinken, mehr wollen US-Experten gegen erkältungsbedingten Husten nicht empfehlen. Allenfalls etwas Honig bei Kindern halten sie noch für geeignet. mehr »

Erst krebskrank, dann Hypertoniker

Überlebende von Krebserkrankungen in der Kindheit tragen ein erhöhtes Hypertonierisiko: Im Alter von 50 Jahren sind 70 Prozent betroffen. mehr »

Macht das Stadtleben krank?

Stadtluft kann Schizophrenie begünstigen, glauben Wissenschaftler. Ein Chefarzt der Charité fordert deshalb eine Public-Mental-Health-Strategie für urbane Räume. mehr »