Ärzte Zeitung online, 14.07.2015

Wissenschaftsrat: Nachholbedarf bei Forschung im Umweltbundesamt

BERLIN. Das vor gut 40 Jahren gegründete Umweltbundesamt (UBA) hat nach Einschätzung des Wissenschaftsrates (WR) noch Nachholbedarf bei der eigenen Forschung und differenzierten Risikobewertung. Um auch langfristig den Beratungsauftrag kompetent erfüllen zu können, sei "zwingend notwendig, dass das UBA vorausschauende eigene Forschung in seinen Aufgabenbereichen etabliert", sagte der WR-Vorsitzende Manfred Prenzel am Montag in Berlin. Auch müsse aus der Veröffentlichung von Risikobewertungen der Bundesbehörde "generell hervorgehen, wie belastbar diese aus wissenschaftlicher Sicht sind". Der Wissenschaftsrat berät Bund und Länder bei der Entwicklung von Hochschulen, Wissenschaft und Forschung. Das UBA mit Sitz in Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) hatte im Vorjahr Gesamtausgaben von rund 118 Millionen Euro und finanzierte gut 1100 Vollzeitstellen, davon 535 für wissenschaftliches Personal. Zuletzt war das Bundesamt 2006 vom WR evaluiert worden. Insgesamt habe die Evaluation dieser Behörde aus dem Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums ergeben, dass das UBA seine Aufgaben für den Umweltschutz und die damit verbundenen gesundheitlichen Belange "sehr kompetent" wahrnehme. In manchen Bereichen gehöre das UBA "zu den führenden Einrichtungen in Europa", sagte Prenzel. So würden in Dessau-Roßlau viele wissenschaftliche Daten gesammelt. Letztlich müsse das Bundesamt seine Forschungsarbeit aber noch stärker "in einen schlüssigen Gesamtzusammenhang stellen", lautete das WR-Fazit. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Die Mühen des Abspeckens lohnen sich!

Adipositas hat von allen bekannten Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes den stärksten negativen Effekt. Wer sehr viel abnimmt, kann es sogar schaffen, dass der Diabetes verschwindet. mehr »

Neuer Regress-Schutz für Vertragsärzte

Das Termineservice- und Versorgungsgesetz wird hart kritisiert, doch es hat auch gute Seiten: Denn es bringt Ärzten mehr Honorar für die Behandlung bestimmter Patienten – und mehr Schutz vor Regressen. mehr »

Wenn Comics die Op erklären

Alles andere als Kinderkram: Ärzte an der Charité setzen für eine Studie auf Patientencomics zur Aufklärung über die Herzkatheteruntersuchung. Und siehe da: Die Patienten können sich mehr Details merken. mehr »