Uni Marburg

Studiendekan nennt harsche Kritik der Studierenden "nicht korrekt"

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MARBURG. Der Studiendekan des Fachbereich Medizin an der Marburger Philipps-Universität, Roland Frankenberger, hat die Kritik der Studierenden zurückgewiesen, nach der die Privatisierung des Universitätsklinikums Marburg und Gießen "verheerende Folgen" für Forschung und Lehre habe. Die Kritik sei sehr pauschal und "so nicht korrekt", sagte er.

Von den Lehrkrankenhäusern und den ersten Arbeitgebern der Absolventen gebe es "die eindeutige Rückmeldung", dass sich die Kompetenz der Studierenden in den vergangenen zehn Jahren signifikant verbessert habe.

Diese Entwicklung spiegele sich auch in den Noten im Staatsexamen wider, die sich im Vergleich zu Gießen und Frankfurt positiv entwickelt hätten.

Frankenberger begründet den Befund mit dem durch Spenden eingerichteten einzigartigen Zentrum für medizinische Lehre, in dem angehende Mediziner mit Hilfe von Amateurschauspielern und künstlichen Simulationspatienten lernen, korrekt zu untersuchen, Krankheiten zu diagnostizieren und schwierige Gespräche zu führen.

Zudem habe der Fachbereich Medizin 2015 Maßnahmen zur Verbesserung der Lehre beschlossen, zu denen transparente Lehreinsatzpläne zählen.

Diese sind komplizierter als an anderen Uni-Kliniken, weil die Hochschullehrer des Fachbereichs Medizin zum Teil beim Land, zum Teil beim privaten Krankenhausbetreiber Rhön beschäftigt sind.

Und die Tätigkeiten für Forschung und Lehre seien oft schwer von denen für Patienten abzugrenzen. Nach Überzeugung des Marburger Asta kommt der Lehre dabei der geringste Wert zu. Die Studierendenvertreter bemängeln eine unverantwortlich hohe Arbeitszeitverdichtung bei Ärzten. (coo)

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