Ärzte Zeitung, 05.12.2016

Europäische Union

Jeder vierte Bürger sieht sich beeinträchtigt

LUXEMBURG. Jeder Vierte in der Europäischen Union sieht sich durch gesundheitliche Handicaps im Alltag eingeschränkt. Die Zahl nannte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag vor dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung. Eurostat bezieht sich auf Selbstangaben von Menschen über 16 Jahren in den 28 EU-Ländern. Gefragt wurden sie nach gesundheitsbedingten Einschränkungen, die seit mindestens sechs Monaten anhalten und die sie in Schule, Beruf, Haushalt oder Freizeit einschränken. 25,3 Prozent der Befragten sehen bei sich solche Einschränkungen. Die Verteilung in den Mitgliedsländern ist sehr unterschiedlich: Malta hat mit 9,7 Prozent den niedrigsten Anteil, Lettland mit 38,4 Prozent den höchsten. Deutschland lag mit 21,2 Prozent unter dem EU-Durchschnitt.

In allen Ländern gaben mehr Frauen als Männer solche Einschränkungen an. In Portugal etwa lag der Unterschied bei mehr als zehn Prozentpunkten. In Deutschland war die Differenz mit 1,1 Prozentpunkten klein. Bezieher höherer Einkommen meldeten solche Einschränkungen seltener als Menschen mit wenig Geld. (dpa)

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